Lawrow: Wenn Den Haag niemanden nach Syrien schickt, bringen wir die Giftgas-Proben halt zu ihnen

Lawrow: Wenn Den Haag niemanden nach Syrien schickt, bringen wir die Giftgas-Proben halt zu ihnen
Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat gestern erklärt, dass der Kreml in Erwägung ziehe, Proben der Giftgasgeschosse von syrischen Kämpfern in Ost-Aleppo direkt zum Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag zu bringen. Der Vorschlag kommt, nachdem Den Haag die Analyse der Proben in Syrien aus Sicherheitsbedenken abgelehnt hatte. Lawrow glaubt, dass es zur Verweigerung auf Grund der Druckausübung des Westens gekommen ist.

Während der gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem weißrussischen Amtskollegen, Wladimir Makei, verurteilte er auch die UN und ihren Sondergesandten Staffan de Mistura, denn sie würden ein Zustandekommen des inner-syrischen Dialogs sabotieren. Er verwies auf die Resolution 2254, die vorsieht, dass diese Gespräche ohne Vorbedingungen und unter Einbezug aller politischen Gruppen stattfinden müssen.

De Mistura war am Wochenende nach Syrien gereist. Die syrische Regierung hoffte, dass man sich dann auf einen Termin zur Fortsetzung dieser Gespräche einigen würde. Dies war laut dem syrischen Außenminister, al-Muallem, aber nicht der Fall. De Mistura kam laut ihm nur, um über einen Autonomiestatus für Ost-Aleppo zu sprechen, den die syrische Regierung kategorisch ablehnt. Mit einem solchen Status würde man laut al-Muallem 275.000 Zivilisten in Ost-Aleppo zu Geiseln von 5.000 bis 7.000 Terroristen machen.

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