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Serbischer Präsident Vučić zu Unruhen am Parlament: Das waren Rechtsextremisten und Pro-Faschisten

Serbischer Präsident Vučić zu Unruhen am Parlament: Das waren Rechtsextremisten und Pro-Faschisten
Der serbische Präsident Aleksandar Vučić wandte sich am Mittwoch von Belgrad aus an die Nation. Stunden zuvor hatten gewaltsame Unruhen am Parlament stattgefunden, die durch die Ankündigung einer neuen Coronavirus-Ausgangssperre ausgelöst worden waren. Vučić machte nun Rechtsextremisten für die Gewalt verantwortlich.

Vučić nannte die Unruhen "einen aggressiven politischen Protest", der von rechten Gruppen organisiert wurde, die sich nach seinen Worten selbst als pro-faschistisch bezeichnen. Er rief alle vernünftigen Bürger auf, sich nicht diesen Gruppen anzuschließen. 

Gestern waren Sie Zeugen eines aggressiven politischen Protests, auch wenn einige versuchten, ihn mit der Coronavirus-Geschichte zu rechtfertigen. [...] Die Extremisten, die größtenteils den rechten und – wie sie sich selbst nennen würden – pro-faschistischen Gruppen angehören, griffen das serbische Parlament an, sie drangen ins serbische Parlament ein, was mindestens zwei schwere Straftaten sind. Über mehrere Stunden hinweg griffen sie die Mitglieder der serbischen Polizeikräfte brutal an; sie beleidigten sie, attackierten sie mit Steinen, schlugen und traten sie auf alle möglichen Arten.

Vučić zeigte sich siegessicher gegenüber allen, die versuchen, auf dem Land herumzutrampeln. Keinem werde dies gelingen. Das Land werde nur "stärker und erfolgreicher"aus solchen Krisen hervorgehen. 

Auch Mittwochabend war es erneut zu gewaltsamen Protesten gekommen. Die Polizei ließ die Demonstranten diesmal nicht bis zum Parlament vordringen. Es kam erneut zu zahlreichen Angriffen auf Polizeibeamte. Diese wehrten sich mit dem Einsatz von Tränengas.

Am Dienstag hatte Vučić erklärt, dass die Ausgangssperre in Belgrad ab Freitag wieder eingeführt würde sowie ein Verbot für jede Art von Versammlungen mit mehr als fünf Personen. Daraufhin kam es zu den Unruhen. Gestern ruderte er zurück, was einen erneuten Lockdown angeht. Die serbische Hauptstadt ist derzeit die am schlimmsten betroffene Stadt in Serbien. Binnen 24 Stunden waren mindestens 13 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben und 299 neue Fälle registriert worden. 

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