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Wieder Gewalt bei BLM-Protest: Demonstrant eröffnet Feuer auf Autofahrer

Wieder Gewalt bei BLM-Protest: Demonstrant eröffnet Feuer auf Autofahrer
In der Stadt Provo im US-Bundesstaat Utah hat ein Teilnehmer eines "Black Lives Matter"-Protests aus nächster Nähe das Feuer auf einen Autofahrer eröffnet. Der verletzte Fahrer drückte aufs Gas und entkam, als der Schütze erneut auf ihn schoss.

Der Angriff ereignete sich am Montag. In Videoaufnahmen ist zu sehen, dass sich ein Geländewagen der Protestgruppe nähert. Dort angekommen, umschwärmen sie das Fahrzeug. Als ein Schuss ertönt, drängt der Fahrer seinen Wagen durch die Menge und entkommt mit hoher Geschwindigkeit.

Nach Angaben der örtlichen Polizei wurde der Fahrer durch das Fenster auf der Beifahrerseite angeschossen. Als er floh, so die Polizei, schoss der maskierte Angreifer erneut und traf das hintere Beifahrerfenster. Anschließend soll er seine Waffe versteckt und weiter protestiert haben. Zu der Zeit fanden in Provo zwei gegensätzliche Proteste statt. Die Anhänger der "Black Lives Matter"-Bewegung protestierten gegen Polizeigewalt und Rassismus, eine andere Gruppe organisierte einen Autokorso unter dem Motto "Back the blue", um der Polizei ihre Unterstützung zu demonstrieren. 

Die Polizei hat in dem Zusammenhang einen Verdächtigen festgenommen. Er wurde als Jesse Taggart identifiziert, ist 33 alt und kommt aus Salt Lake City. 

Der Fahrer ist nur das jüngste Opfer einer Protestbewegung, die von Gewalt und Schlägereien heimgesucht wird. Zwei schwarze Teenager wurden am Montag in Seattle angeschossen, einer davon starb. Ein weiterer Teenager starb am 20. Juni bei einer Schießerei in der sogenannten Capitol Hill Organized Protest, einem sechs Blöcke umfassenden Stadtteil, der von Demonstranten besetzt und fast einen Monat lang blockiert war.

Insgesamt sind während der jüngsten Protestwelle, die nach der Ermordung von George Floyd durch den Minneapolis-Polizisten Derek Chauvin Ende letzten Monats begann, mindestens 25 Menschen ums Leben gekommen.

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