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Syrien: Hunderte Kurden strömen vor russische Basis und fordern Schutz vor türkischen Angriffen

Syrien: Hunderte Kurden strömen vor russische Basis und fordern Schutz vor türkischen Angriffen
Hunderte Kurden sind am Freitag vor einen russischen Militärstützpunkt im Gebiet Iza'a in der Nähe von Kobanê geströmt, um von Russland Schutz vor den türkischen Angriffen auf kurdische Gebiete zu fordern. Bei einem angeblichen Drohnenangriff der Türkei nahe der türkisch-syrischen Grenze am Dienstagabend in dem Gebiet sollen drei Frauen, darunter zwei Aktivistinnen, getötet worden sein. Ihr Tod löste in der kurdischen Gemeinschaft breite Bestürzung und Empörung aus.

Die Demonstranten forderten Russland auf, mehr für den "Schutz" der Einwohner zu tun, und protestierten gegen die Bombardierung des Gebiets. Berichten zufolge betraten fünf Protestvertreter den Stützpunkt, um den russischen Behörden die Forderungen der Aktivisten zu übergeben. Eine Einwohnerin von Kobanê, Amira Jawish, sagte, die Demonstranten hätten sich versammelt, um "den Russen die Botschaft zu übermitteln, dass sie für den Schutz und die Stabilisierung des Gebiets nach dem Abzug der Syrischen Demokratischen Streitkräfte (SDF) verantwortlich sind".

Sie beschuldigte die Türkei außerdem, "terroristische Operationen" durchzuführen.

Eine andere Einwohnerin von Kobanê erklärte:

Wir sind gekommen, um der Türkei eine Botschaft zu senden und zu fragen, warum sie unsere Frauen und Kinder angreifen? Alles, was wir brauchen, ist Frieden, und es gibt keinen Unterschied zwischen Kurden und Arabern. Wir wollen, dass Russland eine Botschaft an Erdoğan überbringt, dass dies inakzeptabel ist.

Verschiedene kurdische Gruppen, darunter die Syrischen Demokratischen Kräfte, sagen, dass die Frauen – darunter eine bekannte Aktivistin – Ziele eines absichtlichen Angriffs des türkischen Militärs gewesen seien. Ankara hat die Anschuldigungen, dass sie sich gegen Zivilisten richteten, dementiert und die Vorwürfe nach lokalen Berichten als "Propaganda" bezeichnet. Das türkische Verteidigungsministerium behauptet, die Operation "Tigerkralle" habe mehr als 150 mutmaßlich kurdische militante Ziele als Teil einer Luft- und Landoffensive gegen die Kurdische Arbeiterpartei (PKK) als Reaktion auf Angriffe auf türkische Militärstützpunkte ins Visier genommen. Gegenwärtig besteht eigentlich ein Waffenstillstand in Nordsyrien, der nach der militärischen Intervention der Türkei im Oktober 2019 zwischen Russland und den USA in Ankara ausgehandelt wurde. 

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