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Erdoğan startet Irak-Offensive gegen "PKK": Dorfbewohner wegen Bombardierung in Todesangst

Erdoğan startet Irak-Offensive gegen "PKK": Dorfbewohner wegen Bombardierung in Todesangst
Die Türkei hat eine Offensive mit dem Titel "Tigerklaue" gegen "PKK-Terroristen" im Nordirak gestartet. Videoaufnahmen aus dem Dorf Keshani in der nordirakischen Provinz Dahuk zeigen den Moment, in dem ein türkischer Artillerieangriff ganz in der Nähe einschlägt. Angstschreie begleiten den Moment. Bewohner behaupten, dass seit Dienstagnacht schwere Angriffe durch die türkischen Truppen auf ihr Gebiet durchgeführt werden.

Das Video vom türkischen Artillerieangriff ist am Mittwoch entstanden. Am nächsten Tag äußerten einige der betroffenen Dorfbewohner ihre Gefühle und Gedanken zum türkischen Vorgehen. Es herrschen Wut und Angst. 

Delila Derbas, eine ältere Frau aus Keshani, erinnert sich an den Moment der Militärangriffe: 

Ängstlich? Ich hatte Todesangst. [...] Was können wir tun? Es ist ein Problem, das durch diese Kriminellen geschaffen wird. Der Islam würde das nicht zulassen.

Ibrahim Farhan, ein Landwirt aus Keshani, war völlig verzweifelt: 

Wo sollen wir hingehen? Wir können nirgendwo hingehen. Dies ist das sechste Haus, das ich hier gebaut habe. Es ist das sechste Haus. Wo sollen wir nur hingehen? Dies ist unser Dorf. Gott hat uns geschaffen und hierher gebracht. Der Boden gehört uns, das Land gehört uns, und das Wasser gehört uns.

Die türkische Regierung hatte am Mittwoch bekannt gegeben, dass sie Truppen in den Irak entsandt habe. Laut dem türkischen Verteidigungsministerium wurde die Luft- und Landoffensive "gegen kurdische Terroristen" bis in die Grenzregion Haftanin geführt, etwa 15 Kilometer von der türkisch-irakischen Grenze entfernt. An dem Kampfeinsatz sind laut Behörden Kampfflugzeuge, Kampfhubschrauber, Artillerie sowie bewaffnete und unbewaffnete Drohnen beteiligt. Die Operation wurde als Reaktion auf "zunehmende Schikanen und Angriffsversuche" auf militärische Außenposten oder Stützpunkte in der Türkei erklärt.

Nach Angaben eines örtlichen Bürgermeisters im Gebiet Haftanin in der Provinz Dahuk seien türkische Streitkräfte in die Dörfer Keshani, Shilan, Menira, Belbla, Mezuri, Awlayi und Reesha eingedrungen. Die Bombardierungen begannen Dienstagnacht und dauerten am Mittwoch den ganzen Tag über an, sagte er. Die Bewohner der Dörfer weigerten sich, ihr Ackerland zu verlassen, weil es ihre einzige Lebensgrundlage sei, sagte er.

Mehrere Luftangriffe hätten in den vergangenen zwei Tagen Farmen und andere Orte um das Dorf Keshani herum getroffen, behaupten Bewohner. Das türkische Verteidigungsministerium veröffentlichte gestern Abend ebenfalls Aufnahmen der Operation und schreibt dazu: 

Unsere heldenhaften Kommandos heben Terror-Verstecke aus! Die Operation PençeKaplan (Tigerklaue) geht erfolgreich weiter. Die  unermüdlichen Durchsuchungsaktionen unserer Kommandos führen zur Zerstörung der Verstecke und Höhlen der Terrororganisation PKK.

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