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Kalter Empfang für Regierungschefin in Belgien: Pflegepersonal dreht ihr bei Besuch den Rücken zu

Kalter Empfang für Regierungschefin in Belgien: Pflegepersonal dreht ihr bei Besuch den Rücken zu
Die belgische Premierministerin Sophie Wilmès hat eines der Krankenhäuser des Landes besucht, das gegen die Pandemie kämpft, um über bessere Arbeitsbedingungen für das Personal zu sprechen. Das medizinische Personal zeigte ihr jedoch im wahrsten Sinne des Wortes die kalte Schulter, denn es befindet ihre bisherige "Unterstützung" für schlecht. Als ihre Limousine das Krankenhaus erreichte, drehten ihr rund 100 Mitarbeiter demonstrativ den Rücken zu.

Stattgefunden hat der kalte Empfang für Premierministerin Wilmès am Samstag am Saint-Pierre-Krankenhaus in der belgischen Hauptstadt Brüssel. Das Krankenhauspersonal ist wütend über mangelnde Ausrüstung und Personal, aber auch über zu geringe Löhne und ein kürzlich verabschiedetes Gesetz. Dieses erlaubt, Ungeschulte für Pflegearbeiten zu rekrutieren, und die unfreiwillige Versetzung von medizinischem Personal, wann immer die Behörden es für notwendig erachten. 

In lokalen Medien wird ein Krankenpfleger zitiert, der sich an der sogenannten "Garde der Unehre" beteiligte:

Die Politiker kehren uns ständig den Rücken zu, wenn wir um Hilfe rufen. [...] Die [medizinischen] Teams sind unterbesetzt, und die Burnout-Rate bestätigt dies.

Wilmès erklärte später auf Twitter, dass sie sich unter anderem mit dem Personal des Krankenhauses von Saint-Pierre traf, um die "Gesundheitssituation, den persönlichen Schutz, die psychische Belastung" sowie die Finanzierung des Gesundheitswesens zu diskutieren, und fügte hinzu, dass "kein Thema ausgeschlossen wurde".

Nicht alle Regierungsbeamten zeigten Verständnis für die Protestaktion. Die Ministerin für Energie, Umwelt und nachhaltige Entwicklung, Marie-Christine Marghem, ging wegen eines, wie sie es nannte, "politisierten" Protestes auf das Krankenhauspersonal los.

In einem inzwischen gelöschten Facebook-Post beschuldigte die Ministerin die Mediziner des Versuchs, "die in den letzten Monaten aufgebaute Hauptstadt der Sympathie und Bewunderung mit lächerlichen Aktionen zu ruinieren", und verglich die Protestierenden mit "Kindern, die nicht bekamen, was sie wollten".

Nach einem regelrechten Shitstorm verschwand das Posting. 

In Bezug auf die Einwohner ist Belgien eines der am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder. Belgien kommt auf über 78 Todesfälle pro 100.000 Einwohner und damit auf mehr als in Spanien und Italien, wo die Zahl unter 60 liegt. 

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