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Serbisch-russische Militärübung mit S-400: Washington droht Belgrad mit Sanktionen

Serbisch-russische Militärübung mit S-400: Washington droht Belgrad mit Sanktionen
Das russische Raketenabwehrsystem S-400, hier bei einer Militärparade in Moskau anlässlich des Jahrestages des Sieges über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg, wurde wegen einer serbisch-russischen Militärübung nach Belgrad transportiert.
Die gemeinsame russisch-serbische Übung "Slawischer Schild 2019" ist zu Ende. Speziell für dieses Manöver wurde etwa das russische Luftabwehrsystem S-400 nach Serbien transportiert. Vom US-Sonderbeauftragten für den West-Balkan kam nun eine Mahnung an Belgrad.

In Serbien wurde vom 23. bis 29. Oktober zum ersten Mal das Militärmanöver "Slawischer Schild 2019" ausgetragen. Zuvor fand die erste der zwei Etappen der Übung in einem Stützpunkt des Kampfausbildungszentrums der russischen Weltraumkräfte im südrussischen Gebiet Astrachan statt. Wegen des gemeinsamen Manövers in Serbien schickte Russland dann zwei hochmoderne Raketensysteme ins Land.

Das Luftabwehrsystem S-400 und die mobilen Flugabwehrraketen vom Typ Panzir wurden somit zum ersten Mal für eine Übung ins Ausland verlegt.

Die Systeme waren auf dem Militärstützpunkt Batajnica in der Nähe von Belgrad stationiert. Nach Angaben des serbischen Verteidigungsministeriums wurde bei der Übung der Einsatz einer gemeinsamen Kampfgruppe zur Verteidigung gegen feindliche Aufklärungs- und Offensivmaßnahmen simuliert.

Das S-400 befindet sich im Land zu Übungen. Morgen werde ich auch diese Systeme besichtigen. Und für Samstag plane ich eine Inspektion von Panzir-S", sagte der serbische Präsident Aleksandar Vučić. 

Er verkündete auch, dass Belgrad die Flugabwehrsysteme vom Typ Panzir von Russland kaufen werde bzw. dass Belgrad "solche Komplexe bereits bestellt habe". Serbien sei derzeit nicht stark genug, aber stärker als es noch vorher gewesen sei.

Auf dem Weg in die Europäische Union gibt es viele Hürden: Wenn Serbien Mitglied werden möchte, soll es sich zum Zeitpunkt des Beitritts aus allen bestehenden bilateralen Freihandelsabkommen zurückziehen.

Die serbisch-russische Übung sowie die angekündigte Anschaffung des Raketensystems sorgte auf dem West-Balkan für viel Diskussionen. Der nun ehemalige kosovarische Premierminister Ramush Haradinaj bezeichnete die "permanente" Aufrüstung Belgrads mit "chinesischen und russischen Waffen als direkte Bedrohung" für die abtrünnige serbische Provinz. Belgrad hatte jüngst verkündet, unbemannte Kampfdrohnen vom Typ Chengdu Pterodactyl-1 aus China bestellt zu haben.

Washington erwägt Sanktionen bei Anschaffung russischer Militärausrüstung 

Auch der US-Sonderbeauftragte für den West-Balkan, Matthew Palmer, verwies in einem Interview auf die Besorgnis der USA bezüglich russischer Waffen und ließ eine Mahnung an Serbien zwischen den Zeilen erkennen. 

Eine entsprechende Dosis Besorgnis über die Stationierung der russischen Militärausrüstung auf dem Territorium Serbiens gibt es, aber auch wegen der Möglichkeit, dass sich Serbien spezielle russische Waffensysteme besorgen könnte. Damit würde Serbien jedoch spezielle Sanktionen wegen Anschaffung russischer Militärausrüstung riskieren", sagte Palmer in einem Interview mit dem mazedonischen Fernsehsender Alsat-M. "Wir hoffen, dass sich unsere serbischen Partner dessen bewusst sind und dementsprechend vorsichtig mit solchen Transaktionen umgehen werden."

Der serbische Präsident reagierte auf die Aussagen von Palmer mit dem Verweis darauf, dass Belgrad das Luftabwehrsystem S-400 nicht angeschafft habe. "Über alles andere wissen die alle schon längst Bescheid, und das alles stellt – meiner Meinung nach – kein Problem dar. Aber das zeigt euch allen, wie sie uns behandeln", so Vučić gegenüber serbischen Medien. Er verwies dabei auf Käufe von US-Waffen seitens Kroatiens, die nicht als problematisch betrachtet wurden. Die USA hätten unterschiedliche Maßstäbe für unterschiedliche Länder, so der serbische Präsident.

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