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Wegen Syrien-Offensive: USA erwägen Abzug von Atomwaffen aus der Türkei

Wegen Syrien-Offensive: USA erwägen Abzug von Atomwaffen aus der Türkei
Symbolbild: Zwei US-Kampfflugzeuge auf dem Luftwaffenstützpunkt Incirlik, nahe Adana, Türkei, 2. Februar 1999
US-Beamte kamen in den letzten Tagen zusammen, um Pläne zur Umlegung von rund 50 Atomwaffen zu prüfen. Die B61-Bomben werden derzeit noch auf dem Luftwaffenstützpunkt Incirlik in der Südtürkei gelagert. Die Waffen seien jedoch eine "Geisel" des türkischen Präsidenten.

US-Präsident Donald Trump warnte die Türkei vor Sanktionen, die die türkische Wirtschaft "vernichten" würden. Mit den angekündigten Stahlzöllen von 50 Prozent und der Einstellung der Handelsverhandlungen über ein 100-Milliarden-Dollar-Abkommen versucht Trump, die Türkei unter Druck zu setzen und Ankara dazu zu bewegen, ihre Syrien-Offensive zu beenden. Sanktionen gegen zwei türkische Ministerien und drei hochrangige Regierungsbeamte wurden am Montagabend verhängt. 

Diese gilt kurdischen Streitkräften an der Grenze zu Syrien. Hier will der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan eine Sicherheitszone errichten und "Terroristen" der kurdischen Gruppen YPG und PKK eliminieren. Ankara verteidigt seine Militäroperation als  Selbstwehr. Kritiker sehen hierin den Versuch einer ethnischen Säuberung. Es wird befürchtet, dass IS-Gefangene aus kurdischen Gefängnissen freikommen könnten. Hunderte sollen bereits entkommen sein. 

Die kurdischen Truppen hatten seit 2014 Unterstützung seitens der USA erhalten. Nun jedoch befahl Trump den Rückzug der US-Truppen. Laut Angaben der New York Times hätten zwei Vertreter der US-Regierung nach Möglichkeiten gesucht, die B61-Bomben ohne viel Aufsehen vom Luftwaffenstützpunkt Incirlik abzuziehen. 

Dabei habe einer der US-Beamten erklärt, die Waffen seien eine "Geisel" des türkischen Präsidenten: 

Sie aus Incirlik herauszufliegen, wäre das faktische Ende der türkisch-amerikanischen Allianz. Sie dort zu halten, bedeutet jedoch, eine nukleare Verwundbarkeit aufrechtzuerhalten, die vor Jahren hätte beseitigt werden müssen.

Erdoğan hatte bemängelt, dass sein Land keine Atomwaffen besitzen dürfe, Israel aber schon. Dies sei inakzeptabel. Die B61 ist eine Wasserstoffbombe und als frei fallende Fliegerbombe konstruiert. Der Kernsprengkopf hat vier mögliche Stufen, die von einer Kilotonne TNT bis zu 400 Kilotonnen TNT reichen. 

Am Montag telefonierte US-Präsident Donald Trump mit seinem türkischen Amtskollegen Erdoğan. Er habe Erdoğan mitgeteilt, dass die Sanktionen sich so lange verschlimmern würden, bis die Türkei die Waffen niederlegt. US-Vizeminister Mike Pence kündigte an, für Verhandlungen so schnell wie möglich in die Türkei zu reisen. 

Mehr zum Thema - Trump: Sanktionen gegen türkische Beamte, Strafzölle und Stopp von Handelsabkommen

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