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Experten: Chinas neues Raketenwarnsystem reduziert Wahrscheinlichkeit eines großen Krieges

Experten: Chinas neues Raketenwarnsystem reduziert Wahrscheinlichkeit eines großen Krieges
Symbolbild
Chinas neues Raketenwarnsystem wird die Wahrscheinlichkeit von Konflikten zwischen den Atommächten verringern. Indem Russland China bei der Schaffung dieses Systems unterstützt, trägt Moskau zur strategischen Stabilität und Sicherheit in der Welt bei.

Der russische Präsident Wladimir Putin teilte am Donnerstag auf einer Plenarsitzung des Waldai-Klub mit, dass Russland China bei der Entwicklung seines nationalen Raketenwarnsystems unterstützt. Dieses System wird die Verteidigungsfähigkeit Chinas drastisch erhöhen. Heute haben nur die Vereinigten Staaten und Russland ein solches System, erklärte der russische Staatschef.

Die Nachrichtenagentur TASS sprach zu diesem Thema mit zwei Rüstungsexperten. Dem Chefredakteur der Zeitschrift Arsenal Otetschestwa (dt.: Arsenal des Vaterlandes) Wiktor Murachowski und dem Chefredakteur der Zeitschrift Nazionalnaja Oborona (dt.: Nationale Verteidigung) Igor Korotschenko.

Murachowski erklärte in dem TASS-Interview:

Dies ist ein Element, das für ein besseres Verständnis für die Situation sorgt, wie man es im Westen nennt. Deshalb ist das Raketenwarnsystem im Prinzip das Rückgrat der Stabilität und reduziert drastisch die Möglichkeit unbeabsichtigter Vorfälle mit Raketen.

Je besser ein Land, das strategische Atomwaffen hat, informiert ist, desto geringer ist nach Ansicht des Experten die Wahrscheinlichkeit, dass ein militärischer Konflikt aufgrund unzureichender Daten über Raketenstarts auftritt.

Seine Ansicht teilt auch Igor Korotschenko. Er fügte hinzu:

Die Existenz des Raketenfrühwarnsystems in China, das auf russischen Technologien und Ansätzen basiert, in Verbindung mit Chinas strategischen Nuklearkräften, verbessert die Transparenz sowie Vorhersehbarkeit und reduziert das Risiko von Fehlern vonseiten der chinesischen Militärführung.

Als Beispiel nannte der Experte einen hypothetischen Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und China. Seiner Meinung nach würde das chinesische nationale Raketenwarnsystem es den USA nicht ermöglichen, im Falle eines echten Krieges einen entwaffnenden Erstschlag gegen China durchzuführen. Grund sei die Tatsache, dass Peking über alle Informationen verfügen wird, wer einen solchen Schlag durchführt, falls es zu einem solchen Angriff kommt, und dementsprechend die Vergeltung durch seine Atomstreitkräfte einleiten könne. Korotschenko betonte:

Damit leisten wir einen Beitrag zur globalen strategischen Stabilität.

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Russische Technologien

Was den Technologietransfer angeht, so unterstützt Russland China mit seinen Technologien auf dem Gebiet der Bodenradarstationen, so Korotschenko. Wiktor Murachowski ging genauer auf dieses Thema ein:

Seit einigen Jahren untersucht China unser Raketenwarnsystem, die Algorithmen seines Betriebs und seiner technischen Fähigkeiten. Schließlich hat man entschieden, dass es ein ähnliches System benötigt. Wir unterstützen sie sowohl beratend als auch beim Technologietransfer und liefern ihnen einige Geräte.

Korotschenko merkte an:

In erster Linie sind dies Überhorizontradars, die in der Lage sind, den Start von boden- und seegestützten interkontinentalen ballistischen Raketen zu erkennen.

Risiken für Russland

China beim Aufbau seines nationalen Raketenwarnsystems zu unterstützen stellt für Russland keine Bedrohung dar, erklärte Murachowski. Der Chefredakteur der Zeitschrift Arsenal Otetschestwa sagte:

Russland ist daran erinnert, dass das Raketenwarnsystem ein passives Segment der Raketenabwehr ist und keine Angriffsmöglichkeiten hat. Es ist eigentlich ein Informationselement, das hilft, Raketenstarts zu erkennen, Flugbahnen und wahrscheinliche Einschlagsorte der Sprengköpfe zu berechnen.

Korotschenko teilte diese Meinung und ergänzte:

Wie auch immer sich unsere Beziehungen entwickeln mögen, es ist bereits eine Tatsache, dass China eine Atommacht ist. Die Existenz des Raketenwarnsystems reduziert einfach das Fehlerrisiko, weil es hilft, klar zu verstehen, aus welchem Land der Angriff kommt.

Das System ist ein Vorteil für eine Atomkraft und ein Vorteil für alle anderen.

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US-Reaktion

Der Chefredakteur der Zeitschrift Nazionalnaja Oborona forderte die Vereinigten Staaten auf, den Bau des Raketenwarnsystems in China zu unterstützen. Der Experte sagte:

Wenn die USA verantwortungsbewusst mit den Fragen von Krieg und Frieden umgehen, wenn sie keinen Krieg wollen, sollten sie einfach eine offizielle Erklärung abgeben und eine solche Entscheidung begrüßen. Denn das ist vorteilhaft für alle, da die Atommächte auf besondere Weise für das Schicksal von Krieg und Frieden verantwortlich sind. Die USA sollten eine solche Entscheidung unterstützen. Aber sie könnten das auch nicht tun.

In Bezug auf die mögliche Reaktion der USA vermutete Murachowski, dass "sie wahrscheinlich verärgert sein könnten". Er schloss jedoch:

Auf der anderen Seite gibt es dort adäquate Militärspezialisten, die dies auch als Element zur Stärkung der internationalen Stabilität wahrnehmen werden.

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