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Wirtschaft sieht Beziehungen zwischen Deutschland und USA unter Druck

Wirtschaft sieht Beziehungen zwischen Deutschland und USA unter Druck
Wirtschaft sieht Beziehungen zwischen Deutschland und USA unter Druck (Symbolbild)
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier reist am Sonntag in die USA. Auf dem Besuchsprogramm stehen Gespräche im Silicon Valley und in Washington. Die Liste der Probleme ist lang. Vor allem der Handelskonflikt zwischen den USA und der EU verunsichert die Unternehmen.

Die Wirtschaft sieht die Beziehungen zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten zunehmend als belastet an. Hauptgrund ist der anhaltende Handelsstreit zwischen den USA und der EU. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier bricht an diesem Sonntag zu einer fünftägigen Reise in die USA auf. Auf dem Programm des Besuchs stehen Gespräche im Silicon Valley, der Heimat vieler IT-Giganten und Hightechfirmen, sowie in Washington. Der CDU-Politiker will außerdem in Alabama das Mercedes-Werk besuchen.

Die Liste der Probleme ist lang. US-Präsident Donald Trump hat mehrfach mit höheren Zöllen auf Pkw-Einfuhren aus der EU gedroht. Dies würde vor allem die deutsche Autoindustrie massiv belasten. Ein weiteres strittiges Thema ist die Erdgas-Pipeline "Nord Stream 2" von Russland nach Deutschland, die in den USA auf massive Kritik stößt.

Für die Unternehmen hat ein Ende der handelspolitischen Eskalationsspiralen höchste Priorität. Die EU sollte daher geschlossen und entschlossen auf ein Zollabkommen mit den USA und den Erhalt einer funktionsfähigen Welthandelsorganisation hinarbeiten", sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Eric Schweitzer, der Deutschen Presse-Agentur.

Dem DIHK-Präsidenten zufolge seien die USA für die deutsche Wirtschaft der wichtigste Exportmarkt. Er verwies außerdem darauf, dass deutsche Firmen in den USA insgesamt knapp 900.000 Arbeitsplätze geschaffen hätten. "Umso mehr verunsichern die handelspolitischen Konflikte die deutschen Unternehmen. Schon die US-Strafimportzölle auf Stahl belasten die deutsche Wirtschaft, Autozölle und Strafzölle im Airbus-Boeing-Streit drohen", so Schweitzer.

Die deutsch-amerikanischen Beziehungen, besonders die Wirtschaftsbeziehungen, stehen grundsätzlich auf einem starken Fundament. Dennoch gerät das Erfolgsmodell dieser Beziehungen aus Sicht der AmCham-Germany-Mitgliedsunternehmen immer stärker unter Druck", erklärte der Präsident der Amerikanischen Handelskammer in Deutschland (AmCham), Frank Sportolari.

Nach Angaben des AmCham-Präsidenten sehen sich die Firmen mit Unsicherheit konfrontiert. Grund seien die Einführung der Stahl- und Aluminiumzölle sowie die anhaltende Diskussion um Zölle auf Autos und Autoteile. "Konfliktthemen zwischen den USA und Deutschland gab es schon immer. In den letzten zwei Jahren sind sie jedoch sichtbarer geworden", sagte Sportolari der Deutschen Presse-Agentur. Laut einer Umfrage unter den Mitgliedsfirmen seien 37 Prozent der Unternehmen der Meinung, dass sich die Standortbedingungen in den USA in den nächsten drei bis vier Jahren verschlechtern würden.

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Die Handelskonflikte sowie eine Abkühlung der Weltwirtschaft haben auch dafür gesorgt, dass Wachstumsprognosen für die deutsche Wirtschaft zuletzt deutlich gesenkt worden sind. Beim Export rechnet der DIHK für dieses Jahr nur noch mit einem Plus von einem Prozent. (dpa)

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