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Fall Khashoggi bleibt rätselhaft: Verdächtiger begeht angeblich Selbstmord in türkischem Gefängnis

Fall Khashoggi bleibt rätselhaft: Verdächtiger begeht angeblich Selbstmord in türkischem Gefängnis
Es ist äußerst fraglich, ob die Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi jemals vollständig aufgeklärt wird
Knapp acht Monate sind seit der Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi im saudischen Konsulat in Istanbul vergangen. Der Fall sorgte weltweit für Aufsehen, aber wenige Konsequenzen. Nun soll einer von zwei "Agenten" in türkischer Einzelhaft Selbstmord begangen haben.

Die Ermordung samt anschließender Zerstückelung des Riad-Kritikers Jamal Khashoggi ereignete sich am 2. Oktober des letzten Jahres. Um Formalitäten für seine Scheidung zu erledigen, betrat Khashoggi an diesem Tag das saudische Konsulat in Istanbul, sollte es aber nie mehr lebend verlassen. Seine Verlobte wartete vor dem Konsulat vergebens auf ihn.

Es gilt als gesichert, dass der Bürger Saudi-Arabiens Jamal Khashoggi vor Ort ermordet und sein Körper anschließend zerstückelt wurde. Über Wochen leugnete das saudische Königshaus jegliche Beteiligung an der im Nachhinein dann nicht länger geheim zu haltenden Ermordung Khashoggis.

Ein Soldat beim

Just der US-Nachrichtendienst CIA kam schließlich zu dem Ergebnis, dass der Mord vom saudischen Kronprinz Mohammad bin Salman höchstselbst in Auftrag gegeben worden war. Elf Verdächtige wurden seither in Saudi-Arabien angeklagt. Internationale Beobachter und Menschenrechtsorganisationen befürchten gegen diese nun einen Schauprozess, der keinesfalls dazu angetan sein dürfte, die Hintergründe des bizarren Falls zu erhellen.

Doch der Mord an Khashoggi sorgt auch außerhalb der saudischen Grenzen weiterhin für dubiose Vorgänge. So wurden am 15. April  zwei mutmaßliche Agenten im Dienste der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) in der Türkei festgenommen. Nach Angaben türkischer Medien sollen beide wenige Tage nach der Ermordung Khashoggis in die Türkei eingereist sein. Demnach standen sie unter dem Verdacht, eine von den türkischen Behörden nicht näher definierte Rolle bei der Ermordung Jamal Khashoggis gespielt und in der Türkei lebende "arabische Staatsbürger" ausspioniert zu haben.

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Wie türkische Medien am Montag berichteten, habe einer der beiden Verdächtigen, Zaki Y.M. Hassan, während seiner Einzelhaft im berüchtigten Istanbuler Silivri-Gefängnis Selbstmord begangen. Nach Angaben der Istanbuler Staatsanwaltschaft wurde der mutmaßliche Spion von Gefängnis-Wärtern bereits erhängt in seiner Zelle gefunden. Eine Untersuchung des Todes sei demnach eingeleitet worden.

In der Bundesregierung sorgte der ominöse Fall Khashoggi für offiziell vorgetragene Entrüstung und – aufgrund des Drucks der Öffentlichkeit – für eine zeitlich beschränkte Aussetzung weiterer Rüstungsgeschäfte mit dem ultraorthodoxen Königreich am persischen Golf.

Jüngst hielt sich solche Empörung jedoch wieder in sehr überschaubaren Grenzen, als bekannt wurde, dass gleich 37 saudische Staatsbürger nach Terrorismus-Vorwürfen in Saudi-Arabien hingerichtet wurden, darunter ein Minderjähriger. Es sollen dabei Beschuldigte durch das Schwert enthauptet worden sein, einer sei gekreuzigt worden.

Anfang April mutmaßte die Washington Post, dass einige Mitglieder des Mordkommandos im Fall Khashoggi von der CIA ausgebildet worden sind.

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