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Weltweites Insektensterben führt zur Zunahme von Schädlingen und Krankheitsgefahren

Weltweites Insektensterben führt zur Zunahme von Schädlingen und Krankheitsgefahren
Kakerlaken in der Shandong Provinz, China, 17. Oktober 2018
Weltweit weisen 40 Prozent der Insektenarten "dramatische Rückgangsraten" auf. Bienen, Ameisen und Käfer verschwinden achtmal schneller als Säugetiere, Vögel und Reptilien. Nur den Schädlingen kommt das Artensterben zugute. Darunter Kakerlaken und Stubenfliegen.

Laut wissenschaftlichen Erkenntnissen einer im "Journal Biological Conversation" veröffentlichten Studie werden in den kommenden Jahrzehnten 40 Prozent der Insekten aussterben. Dabei verglichen die Wissenschaftler 73 internationale Studien aus 13 Jahren. Schon heute gilt ein Drittel der Insekten als gefährdet. Der Rückgang an Insekten ist auf die moderne Landwirtschaft, die hohe Zahl an eingesetzten Pestiziden und den Klimawandel zurückzuführen. Der Bienenbestand schwindet besonders in den Industrieländern. Ohne Insekten gibt es keine Nahrung für viele Vögel und für kleine Nagetiere und keine Bestäubung der Ernte. 

Ein fliegender Einstein.

Die Autoren der Studie gehen davon aus, dass mit dem Insektensterben auch Vögel, Reptilien und Fische bald vom Aussterben bedroht sein werden. Professor Dave Goulson von der Universität Sussex gegenüber der BBC

Schnellzüchtende Schädlinge werden wahrscheinlich wegen der wärmeren Bedingungen gedeihen, denn viele ihrer natürlichen Feinde, die sich langsamer vermehren, werden verschwinden. Es ist durchaus plausibel, dass wir am Ende mit einer kleinen Anzahl von Pest-Insekten konfrontiert werden, aber wir werden all die wunderbaren verlieren, die wir wollen, wie Bienen und Schwebfliegen und Schmetterlinge und Mistkäfer, die eine großartige Arbeit bei der Entsorgung tierischer Abfälle leisten. 

Der Mensch könnte durch eine Insekten-freundlichere Gestaltung von Gärten gegenwirken und statt Pestiziden nur biologische Mittel verwenden. Eine große Forschungslücke besteht jedoch in Afrika und Südamerika. Die meisten Forschungen beziehen sich nur auf Europa und Nordamerika. Rund 900.000 verschiedene Insektenarten sind bekannt. Schätzungen gehen aber von bis zu 30 Millionen verschiedener Arten aus. Diese machten bisher rund 80 Prozent der weltweit bekannten Tierarten aus. 

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