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New York Times: "Geheimes US-Sabotageprogramm" könnte Misserfolge iranischer Satelliten erklären

New York Times: "Geheimes US-Sabotageprogramm" könnte Misserfolge iranischer Satelliten erklären
Symbolbild
Ein geheimes US-amerikanisches Sabotageprogramm habe die Satelliten- und Raketenprogramme des Iran praktisch am Boden gehalten. Anonyme Regierungsbeamte äußern die Behauptung, dass die USA über defekte Bauteile die iranische Satellitentechnologie infiltriert haben.

Das Versagen zweier iranischer Raketen in diesem Jahr lässt sich mit den Sabotagebemühungen der USA erklären, berichtete die New York Times (NYT) und zitierte mehr als sechs verschiedene aktive oder ehemalige Regierungsbeamte als Quellen. Diese hätten der Zeitung verraten, dass die misslungenen Satellitenstarts Teil eines 11-jährigen "Musters" seien.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu während der Nahost-Konferenz in Warschau.

Der Bericht räumte ein, dass es unmöglich sei, den Erfolg oder die Auswirkungen zu messen oder überhaupt die Existenz eines solchen Programms nachzuweisen, wies aber auf die hohe Rate an Fehlstarts der iranischen Raumfahrtagentur hin. Diese sei mit 67 Prozent im Vergleich zum globalen Durchschnitt von fünf Prozent besonders hoch und belege in gewisser Weise die Wirksamkeit der amerikanischen Sabotagebemühungen.

Das Sabotageprogramm wurde angeblich während der Präsidentschaft von George W. Bush ins Leben gerufen und schleust seitdem "fehlerhafte Teile und Materialien" in die Lieferkette der iranischen Luft- und Raumfahrtindustrie, so die Offiziellen gegenüber der NYT. Während das Programm unter Barack Obama, der eine Politik der Zusammenarbeit mit dem Iran über das Atomabkommen verfolgte, abzuebben begann, habe Pompeo das Programm im Jahr 2017 wiederbelebt, als er Direktor der CIA wurde.

Während die CIA es ablehnte, sich zu der Angelegenheit zu äußern, forderten Regierungsbeamte Berichten zufolge, dass die NYT es unterlassen sollte, die Namen der betreffenden Lieferanten zu veröffentlichen, da diese immer noch als Kanäle für defekte Teile verwendet würden. Dank des repressiven Sanktionsklimas war der Iran bereits gezwungen, seine Teile von "Schwarzmärkten und zwielichtigen Mittelsmännern" zu beziehen - "Ziele, die die CIA als vergleichsweise leicht manipulierbar erachtete", heißt es von den anonymen Quellen.

Der iranische Präsident Hassan Rouhani spricht auf einer Pressekonferenz am Rande der 73. Sitzung der Generalversammlung der Vereinten Nationen am Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York, USA, 26. September 2018.

Einmal soll eine nicht explodierte iranische Rakete in der Grünen Zone von Bagdad gelandet sein und es den Amerikanern ermöglicht haben, die Reste zu zerlegen und das Vorhandensein eines ihrer defekten Teile zu bestätigen. Die Quellen haben jedoch nicht angegeben, wann dies geschah oder wie es entdeckt wurde. Ansonsten bleibt die unverhältnismäßig hohe Ausfallrate iranischer Satellitenstarts der einzige Indikator dafür, dass das Sabotageprogramm funktioniert. Der Iran hat seit 2015 keinen Satelliten mehr erfolgreich gestartet. Und die Beamten spekulieren, dass das Fehlen neuer iranischer Satelliten im Orbit darauf hindeutet, dass mehrere Startversuche mit einem "katastrophalen Misserfolg" endeten.

Es gibt nur spärliche Bestätigung für diese Einmischung der Amerikaner bei den Iranern. Brigadegeneral Amir Ali Hajizadeh, der Leiter des Raketenprogramms, beschuldigte die USA im Jahr 2016, als Präsident Donald Trump drohte, sich aus dem Atomabkommen zurückzuziehen, das iranische Programm mit einer Kampagne der "Infiltration und Sabotage" ins Visier zu nehmen. Die USA hatten ein ähnliches Sabotageprogramm im Fall Nordkorea durchgeführt, wie aus Quellen in Trumps nationalem Sicherheitsteam und aus militärischen Dokumenten hervorgeht. Einige Experten wiesen jedoch darauf hin, dass die Reihe von peinlichen Misserfolgen, mit denen das nordkoreanische Raketenprogramm zu kämpfen hat, durch alles Mögliche hätten verursacht werden können, von Inkompetenz bis hin zu Herstellungsfehlern.

Unbekannte "Luft- und Raumfahrtexperten" haben sich kritisch zu dem Bericht der NYT geäußert und gewarnt, dass "einige der Probleme des Iran" auf ganz normale Störungen zurückzuführen sein könnten - der Start eines Satelliten sei schließlich immer noch eine fantastisch komplexe Angelegenheit. Darüber hinaus wiederholen "Raketenspezialisten" Teherans frühere Äußerungen, denen zufolge die Überschneidung zwischen der Technologien für das Raumfahrtprogramm und die sonstige Raketentechnologie verschwindend gering sei. Eine Sabotage bei Raketen, die als Waffen gedacht sind, würde solche Raketen des Weltraumprogrammes nicht nennenswert beeinträchtigen und umgekehrt.

Präsident Donald Trump hat dem Iran jedoch vorgeworfen, sein Raumfahrtprogramm als Deckmantel für die Entwicklung der Technologie ballistischer Raketen zu nutzen, um einen nuklearen Sprengkopf gegen die USA oder Israel abzufeuern. Obwohl Waffeninspektoren wie auch die Leiter seiner eigenen Geheimdienste übereinstimmend der Ansicht sind, dass Teheran keine Atomwaffen baut, selbst wenn die USA ihren Teil des JCPOA-Atomabkommens nicht einhalten. Wäre der Start am 15. Januar gelungen, sagte Trump, hätte dieser Start Teheran "kritische Informationen" verschafft, die es hätte nutzen können, um "die Fähigkeit zu entwickeln, interkontinentale ballistische Raketen zu bauen und tatsächlich die Vereinigten Staaten zu erreichen".

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