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RT-Chefredakteurin: Laut meinen Quellen wird Ecuador in den nächsten Wochen Assange ausliefern

RT-Chefredakteurin: Laut meinen Quellen wird Ecuador in den nächsten Wochen Assange ausliefern
Ecuador plant, den WikiLeaks-Gründer in den "kommenden Wochen oder gar Tagen" an Großbritannien zu übergeben. Dies hat RT-Chefredakteurin Margarita Simonyan unter Berufung auf "eigene Quellen" bekannt gegeben. Von RT Deutsch befragte Quellen bestätigen diesen Verdacht.

"Meine Quellen sagen, dass Julian Assange in den nächsten Wochen oder sogar Tagen an Großbritannien übergeben werde", schrieb Simonyan in einem kürzlich veröffentlichten Tweet, der auch von WikiLeaks geteilt wurde. Wie nie zuvor wünsche ich mir, dass meine Quellen falsch liegen", so die RT-Chefredakteurin abschließend auf Twitter.

Simonyans Mitteilung kommt zu einem Zeitpunkt, zu dem in der britischen Presse zahlreiche Spekulationen über die Zukunft von Assange in der ecuadorianischen Botschaft kursieren. Anfang dieser Woche berichtete die Times, dass Großbritannien derzeit Gespräche mit Ecuador führt, um Assange aus der Londoner Botschaft zu entfernen.

Die Botschaft Ecuadors in London, in der Julian Assange seit 2012 eingeschlossen ist.

Sir Alan Duncan, der neuernannte britische Außenminister, soll die diplomatischen Bemühungen anführen. Quellen mit einem kommunikativen Zugang zu Assange sagten, ihm selbst seien diese Gespräche nicht bekannt, er wisse aber, dass die USA "erheblichen Druck" auf Ecuador ausüben, einschließlich der Drohung, ein Darlehen des Internationalen Währungsfonds (IWF) zu blockieren, damit er nicht länger in der Botschaft verbleibt.

Von RT Deutsch in Quito befragte regierungsnahe-Quellen, die anonym bleiben wollen, bestätigten die Existenz von Plänen, "Assange zeitnah an die Briten auszuliefern". 

Lenin Moreno, der neu gewählte ecuadorianische Präsident, plant in wenigen Wochen einen offiziellen Besuch in Großbritannien. Assange bezeichnete er öffentlich als "Hacker", "von Correa geerbtes Problem" und als "Stein im Schuh“ Eucadors.

Ende März 2018 hatte die ecuadorianische Regierung bereits die meisten Kommunikationswege von Assange mit der Außenwelt ausgesetzt und dessen Internetverbindung in der Botschaft komplett unterbrochen.

Auslöser war Assanges angeblicher Verstoß gegen eine Vereinbarung, sich nicht in die Angelegenheiten anderer Staaten einzumischen. Zuvor hatte er die spanische Regierung wegen des Vorgehens gegen die katalanische Unabhängigkeitsbewegung scharf kritisiert.

Assange hält sich seit 2012 in der ecuadorianischen Botschaft auf, wo er den damaligen links-progressiven Präsidenten Rafael Correa des lateinamerikanischen Staates um Asyl bat. Der 47-Jährige wurde von Schweden wegen Anschuldigungen wegen sexueller Übergriffe gesucht, befürchtete aber, dass die Auslieferung dazu führen würde, dass er in die USA überstellt und ohne ein faires Verfahren abgeurteilt würde.

Die USA werfen Assange "Beteiligung an Terrorismus" vor, wobei US-Generalstaatsanwalt Jeff Sessions im vergangenen Jahr seine Verhaftung als "nationale Priorität" bezeichnet hatte. Im Laufe der letzten Jahre hat WikiLeaks Hunderttausende von klassifizierten US-Dateien veröffentlicht, einschließlich der Dokumente über den Irak-Krieg, die 2010 von Whistleblowerin Chelsea Manning geleaked wurden und schwere US-Kriegsverbrechen belegen.

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