Vorfall in Amesbury: Paar soll mit Nowitschok vergiftet worden sein

Vorfall in Amesbury: Paar soll mit Nowitschok vergiftet worden sein
Polizeibeamte stehen neben einem Abschnitt des Spielplatzes nahe der Amesbury Baptist Church, die abgesperrt wurde, nachdem zwei Personen ins Krankenhaus eingeliefert wurden.
Das bewusstlos in der britischen Ortschaft Amesbury aufgefundene Paar soll mit dem Nervengift Nowitschok vergiftet worden sein. Das erklärte die britische Polizei am Mittwochabend. Die örtliche und zeitliche Nähe sowie der mutmaßliche Einsatz von Nowitschok machen eine Verbindung zur Skripal-Affäre wahrscheinlich.

Der Mann und die Frau sollen beide lebensbedrohlich erkrankt sein und in der selben Klinik in Salisbury liegen, in der auch der ehemalige russische Doppelagent Sergej Skripal (67) und seine Tochter Julia (33) behandelt wurden.

Zu den Ermittlungen sollen auch Terrorexperten einbezogen worden sein, teilte Scotland Yard am Mittwoch mit. Die Polizei in der Grafschaft Wiltshire sprach von einem "größeren Vorfall".

Bei den beiden Opfern handelt es sich um einen 45-Jährigen und eine 44-Jährige aus der Region, wie der stellvertretende Polizeichef von Wiltshire, Paul Mills, mitteilte.

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Das Paar sei rund zwölf Kilometer von Salisbury entfernt bewusstlos aufgefunden worden. Ursprünglich vermutete die Polizei, dass es sich bei der Substanz, die zur Vergiftung geführt hatte, um Heroin oder Kokain handelte. Auch im Fall der Skripals gingen die Verantwortlichen zunächt von einer Vergiftung durch ein Betäubungsmittel aus.

Es wurden dennoch Untersuchungen durchgeführt, die die genaue Vergiftungsursache feststellen sollten, hieß es zunächst in der Erklärung der Polizei. Ermittler sperrten die Orte in Amesbury und Salisbury ab, wo sich die beiden betroffenen Menschen in der jüngsten Zeit aufhielten.

Der Vorfall geschah wenige Monate nach der mutmaßlichen Vergiftung von Sergej und Julia Skripal mit dem Nervengift Nowitschok. Großbritannien und westliche Länder machten rasch Russland dafür verantwortlich, ohne jedoch konkrete Beweise vorzulegen. Moskau bestritt stets jegliche Beteiligung an dem Vorfall.

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