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Medienberichte: Katar will Vollmitglied in der NATO werden

Medienberichte: Katar will Vollmitglied in der NATO werden
Die katarische Armee während einer Militärparade anlässlich des Nationalfeiertags in Doha am 18. Dezember 2011.
Laut verschiedenen Medienberichten möchte das Golfemirat Katar Mitgliedschaft in dem nordatlantischen Verteidigungsbündnis werden. Doch offenbar handelt es sich um eine einseitige Initiative: Ein Sprecher der NATO erteilte dem Beitrittswunsch eine Absage.

Laut Deutschlandfunk wies in Brüssel ein Sprecher der Allianz darauf hin, dass die NATO neben den Gründungsmitgliedern USA und Kanada nur europäischen Staaten offen stehe. Das sei im Nordatlantikpakt von 1949 klar geregelt.

Steigende Ölreserven können ein Hinweis für ein höheres Angebot oder eine niedrigere Nachfrage sein und belasten in der Regel die Ölpreise.

Zuvor hatte Katars Verteidigungsminister Al-Attijah gesagt, sein Land sei bereits ein wichtiger Verbündeter der Nato und wolle auf lange Sicht vollständiges Mitglied werden. Ein Jahr nach Beginn der Blockade von Katar wirft das Emirat zudem seinen Golf-Nachbarn Menschenrechtsverletzungen vor. Saudi-Arabien und andere Staaten "hindern unsere Bürger am Reisen, am Arbeiten und am Studieren", sagte der Botschafter des Emirats in Berlin, Saud bin Abdulrahman Al Thani, der Deutschen Presse-Agentur (dpa). "Die Blockade zerschneidet Verbindungen zwischen Familien in den Ländern, die sich seit einem Jahr nicht gesehen haben. Das sind Menschrechtsverletzungen."

Saudi-Arabien, Bahrain, die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und Ägypten hatten am 5. Juni 2017 die Grenzen zu Katar geschlossen und eine Blockade verhängt. Die vier Staaten werfen dem Emirat unter anderem Terrorunterstützung und zu enge Beziehungen zum schiitischen Iran vor. Katar weist die Vorwürfe zurück und hat nach eigenen Angaben seinerseits auf Maßnahmen gegen Bürger der Blockade-Staaten verzichtet. Alle diplomatischen Bemühungen um eine Lösung der Krise am Golf waren bisher erfolglos.

Katar selbst könne mit der jetzigen Situation über Jahre leben, auch wenn das nicht das Ziel sei, erklärte Saud bin Abdulrahman. Das Emirat wolle einen Dialog: "Das ist der einzige Weg zu Lösung der Angelegenheit." Sein Land sei durch die Blockade stärker und unabhängiger geworden: "Katar produziert nun die meisten benötigten Lebensmittel selbst. Wir haben auch den Import breiter aufgestellt."

Katar ist der weltweit größte Exporteur von Flüssiggas und will die Produktion deutlich steigern. Nach dem Pro-Kopf-Einkommen der Gastgeber der Fußball-WM 2022 das reichste Land der Welt. Die Blockade hatte zunächst zu einem Engpass bei Importwaren geführt. Finanzielle Ausfälle konnte das Emirat aber aus seinem milliardenschweren Staatsfonds ausgleichen. In diesem Jahr rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) mit einem Wachstum von 2,6 Prozent.

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(rt deutsch/dpa)

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