Präsidenten Putin und Assad führen "umfangreiche" Gespräche in Sotschi

Präsidenten Putin und Assad führen "umfangreiche" Gespräche in Sotschi
Der russische Präsident Wladimir Putin hat am Donnerstag mit seinem syrischen Amtskollegen Baschar al-Assad ein Treffen  in Sotschi abgehalten, teilte der Sprecher des Kremls, Dmitri Peskow mit. Präsident Assad kündigte an, eine Delegation in die UNO zu entsenden.

Während des offiziellen Treffens habe der russische Präsident Wladimir Putin Assad zu seinem großen Erfolg im Kampf gegen Terroristen gratuliert, so Peskow.

Sie hätten "umfangreiche" Gespräche geführt und Fortschritte der politischen Beilegung des Konfliktes in Syrien besprochen, fügte er hinzu.

Wladimir Putin betonte dabei, dass mit dem militärischen Erfolg in Syrien die Bedingungen für die Wiederaufnahme eines  politischen Prozesses geschaffen wurde.

"Die Terroristen legten ihre Waffen an den wichtigsten Orten Syriens nieder, was uns erlaubte, ihre Operationen in der Nähe von Damaskus zu stoppen", so der russische Präsident hinzu.

Assad teilte darüber hinaus seinen Beschluss mit, eine außerordentliche Delegation zu den Vereinten Nationen zu entsenden. Die Einigung über die Schaffung des Verfassungsausschusses war eines der wichtigsten Ergebnisse des Friedenskongresses von Sotschi im Januar dieses Jahres. Die Teilnehmer des Kongresses einigten sich am 30. Januar darauf, den Verfassungsausschuss in Genf einzurichten und demokratische Wahlen in Syrien abzuhalten.

Damals sagte Moskau, es erwarte, dass der UN-Sondergesandte für Syrien, Staffan de Mistura, praktische Schritte zur Umsetzung der Beschlüsse des Sotschi-Kongresses unternimmt und sich aktiv an der Ausarbeitung einer neuen Verfassung für Syrien beteiligt. Die drei Länder, die den Sotschi-Kongress vermittelt haben, Russland, Iran und die Türkei, gelobten, die UNO und de Mistura bei der Umsetzung der Ergebnisse voll zu unterstützen.

Die Verfassungskommission wird voraussichtlich etwa 150 Mitglieder umfassen, einschließlich der Delegierten derjenigen Gruppen, die nicht an der Versammlung in Sotschi im Januar teilgenommen haben.

Während des Treffens am Donnerstag erörterten die beiden Präsidenten auch die Notwendigkeit, die humanitären Bemühungen in Syrien zu intensivieren, sowie die Fragen im Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Erholung des vom Krieg zerrütteten Landes, sagte Peskow.

Der syrische Präsident verwies jedoch darauf, dass der politische Prozess durch "einige Staaten" gehindert werde, für die nicht die Stabilität Syriens das vorrangige Ziel sei.