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WADA-Informant Rodtschenkow soll bei CAS-Berufungsanhörungen von 42 russischen Athleten aussagen

WADA-Informant Rodtschenkow soll bei CAS-Berufungsanhörungen von 42 russischen Athleten aussagen
Grigori Rodtschenkow
Der ehemalige Leiter des Moskauer Anti-Doping-Labors, Grigori Rodtschenkow, soll vor dem Schiedsgericht für Sport (CAS) in Anhörungen von 42 russischen Athleten die wegen angeblichen Dopings gesperrt sind, als Zeuge aussagen. Dies hat sein Anwalt bestätigt.

"Ja, er wird aussagen, aber aus der Ferne", präzisiert Rodtschenkows Anwalt Jim Walden gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Der 59-Jährige wird bei den Anhörungen von Athleten aussagen, die beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) gegen ihr lebenslanges Startverbot Protest eingelegt hatten.

Die Athleten wurden wegen angeblicher Dopingdelikte während der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi gesperrt, über ihre Berufungen verhandelt die zuständige Spruchkammer in der Woche ab dem 22. Januar am CAS-Hauptsitz in Lausanne, Schweiz.

IOC: "Rodtschenkow ist glaubwürdig"

Im November erklärte die Disziplinarkommission des IOC unter der Leitung des Schweizer Rechtsanwalts Denis Oswald, Rodtschenkow sei ein glaubwürdiger Zeuge, weshalb sie ihm erlaube, auf diesem Wege auszusagen. Der Arzt floh Ende 2015 aus Russland, seine Aussagen über angebliches staatliches Doping haben seither eine Welle von Sanktionen gegen russische Sportler, Betreuer und Verbände ausgelöst.

Am 5. Dezember hat das Exekutivkomitee des IOC Russland aufgrund von Vorwürfen angeblich staatlich geförderten Dopings im Zusammenhang mit den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi von den Spielen in Pyeongchang 2018 ausgeschlossen.

Ebenfalls im Dezember erhob die russische Staatsanwaltschaft gegen Rodtschenkow in Abwesenheit Anklage wegen Handels mit illegalen Drogen in seinem Heimatland. Ein Haftbefehl wurde erteilt. Der ehemalige Arzt, der angeblich in den USA unter einem Zeugenschutzprogramm des FBI lebt, würde sofort verhaftet, sollte er jemals nach Russland zurückkehren.

Das CAS gab am Dienstag in einer Erklärung bekannt, dass es 42 Einsprüche von 43 russischen Athleten registriert hat, die von IOC-Sanktionen wegen angeblichen Dopings betroffen sind.

Drei Sportler bereits vollständig rehabilitiert

Der einzige Athlet, der keine Berufung eingelegt hat, ist Bobfahrer Maxim Belugin, der angeblich positiv auf verbotene Drogen getestet wurde. Diese waren angeblich im "Duchess-Cocktail" enthalten, einer potenten Mischung von Drogen, die angeblich von Rodtschenkow entworfen und optimiert wurde, um die Erkennung im Rahmen von Dopingtests zu vermeiden.

Ursprünglich gab es 46 Anklagen gegen russische Athleten wegen mutmaßlicher Dopingverstöße, doch die Eiskunstlauf-Olympiasiegerin Adelina Sotnikowa, die Eishockeyspielerin Anna Shokhina und der Eisschnellläufer Denis Juskow wurden bereits von allen Vergehen freigesprochen.

AP berichtete vor kurzem, das CAS erwarte, dass die Urteile über die Berufungen bis zum 31. Januar veröffentlicht werden können – nur neun Tage vor der Eröffnungszeremonie der Olympischen Winterspiele 2018 in Pyeongchang, die vom 9. bis 25. Februar stattfinden werden.

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