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Ukrainische Neonazis werfen Russland Chemiewaffenangriff vor

Westliche Politiker behaupteten seit Wochen, dass Russland in der Ukraine chemische Waffen einsetzen könnte. Am Montag meldete das ukrainische neonazistische Asow-Bataillon einen angeblichen russischen Giftgasangriff. Offizielle Bestätigungen dafür liegen nicht vor.
Ukrainische Neonazis werfen Russland Chemiewaffenangriff vorQuelle: Gettyimages.ru © NurPhoto

Das ukrainische neonazistische Asow-Bataillon hat die russischen Streitkräfte beschuldigt, während der Belagerung von Mariupol Giftgas eingesetzt zu haben. Unbestätigte Meldungen darüber wurden von den Ultranationalisten auf Telegram veröffentlicht. Demnach sei am Montag "eine giftige Substanz unbekannten Ursprungs" von einer Drohne aus versprüht worden und hätte bei drei Kämpfern Atemnot, Schwindel und Kopfschmerzen ausgelöst.

Indessen gab Pjotr Andrjuschtschenko, ein Berater von Mariupols Bürgermeister, auf seinem Telegram-Kanal bekannt, dass für einen Giftgasangriff keine Bestätigungen vorlägen.

Parallel dazu warf das ukrainische Parlament am Montag in einem Tweet Russland vor, Salpetersäuretanks in der Donezker Region beschossen zu haben. Die Werchowna Rada berief sich dabei auf die Meldung einer Polizeipatrouille und forderte die Bewohner auf, mit einer Sodalösung getränkte Schutzmasken vorzubereiten.

Westliche Amtsträger nahmen diese Vorwürfe zum Anlass, Russland scharfe Konsequenzen anzudrohen. Die britische Außenministerin Liz Truss gab bekannt, die Details "mit Partnern" zu untersuchen. Sie kündigte an:

"Jeder Einsatz von solchen Waffen wäre eine grausame Eskalation des Konflikts, und wir werden dafür Putin und sein Regime verantwortlich halten."

Auch der Pressesprecher des Pentagons, John Kirby, sagte, dass man die Lage in Mariupol beobachte.

Bereits Wochen zuvor stellten US-amerikanische, britische und ukrainische Politiker Behauptungen über einen möglichen russischen Einsatz von chemischen oder biologischen Waffen in der Ukraine auf. So wies die Pressesprecherin des Weißen Hauses Jen Psaki noch im letzten Monat russische Berichte von US-finanzierten Biolaboratorien in der Ukraine als "offensichtlichen Trick" zurück und warnte stattdessen, dass Russland möglicherweise chemische oder biologische Waffen in der Ukraine einsetzen könnte. Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij wiederholte diese Behauptungen in seiner Videoansprache am Montag und forderte schärfere Sanktionen gegen Russland, um "nicht einmal Worte über Massenvernichtungswaffen" von Russland zu hören. Ein Ölembargo gegen Russland sei "ein Muss".

Moskau hatte bereits zuvor gewarnt, dass Behauptungen über einen angeblichen russischen Chemiewaffeneinsatz von den USA und ihren westlichen Verbündeten als Vorwand genutzt werden könnten, um den Konflikt in der Ukraine weiter anzuheizen.

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