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Australien: Lockdown schuld an Tod von vier Babys?

Australien: Lockdown schuld an Tod von vier Babys?
Australien: Lockdown schuld an Tod von vier Babys? Premier von Victoria dementiert. (Symbolbild)
Der Premier des Bundesstaates Victoria weist Vorwürfe zurück, wonach der Corona-Lockdown eine Rolle beim tragischen Tod von vier Neugeborenen spielte. Die Babys benötigten dringende Herz-OPs, durften aber nicht in ein Krankenhaus in Melbourne geflogen werden.

Die vier Babys starben vergangenen Monat in der südaustralischen Stadt Adelaide, da sie nicht nach Melbourne geflogen wurden – angeblich aufgrund der drakonischen Maßnahmen, die Daniel Andrews, Premier des Bundesstaates Victoria, verhängt hatte. Die vier Neugeborenen benötigten dringende Herzoperationen, die in Adelaide nicht möglich waren, da das zuständige Krankenhaus nicht über die erforderliche Ausstattung verfügt. Aufgrund des Lockdowns wurde den Familien der Säuglinge die Einreise nach Victoria untersagt.

Symbolbild

Der Tod der vier Neugeborenen löste in ganz Australien Empörung aus. Der Moderator von Sky News Australia Paul Murray beklagte sich über die "Misserfolge der südaustralischen Regierung" und die "Inkompetenz der viktorianischen Regierung". Er sagte, es sei empörend, dass ein entwickeltes Land wie Australien unfähig sei, das Leben von Kindern zu retten.

Der Ausschuss für öffentliche Gesundheitsdienste des südaustralischen Parlaments führte am Dienstag eine Untersuchung durch, um festzustellen, warum die Babys nicht die erforderliche Behandlung erhalten hatten. Bei einer Pressekonferenz am Mittwoch wies Andrews die Verantwortung für den Tod der Neugeborenen zurück. Den Gesundheitsbehörden zufolge habe man den Transport der Kinder nicht abgelehnt. "Ich glaube nicht, dass es eine Frage der Einschränkungen war", erklärte Andrews. 

Nach heftiger Kritik an ihrem Krisenmanagement hatte Jenny Mikakos, Gesundheitsministerin des Bundesstaates Victoria, Ende September ihren Rücktritt erklärt. Anfang dieses Monats verfassten 500 australische Ärzte einen Brief, in dem sie die Regierung Victorias aufforderten, die strengen Maßnahmen zu überdenken. Die Mediziner bezeichneten diese als "unverhältnismäßig und unwissenschaftlich".

Victoria und die Millionen-Metropole Melbourne waren Ende Juni von einer zweiten Corona-Welle erfasst worden. Es folgte ein neuer Lockdown, der als einer der strengsten der Welt gilt. Mit einer Bevölkerung von fast 6,7 Millionen Menschen wurden in Victoria in den vergangenen 24 Stunden fünf Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Seit gestern wurden keine neuen Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus gemeldet. Seit Beginn der Pandemie wurden in Victoria mehr als 20.300 Menschen positiv auf SARS-CoV-2 getestet.

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