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Erdoğan erinnert an Osmanisches Reich: "Jerusalem ist unsere Stadt"

Erdoğan erinnert an Osmanisches Reich: "Jerusalem ist unsere Stadt"
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan mit seiner Frau Emine Erdoğan und der japanischen Prinzessin Akiko von Mikasa in einer Ausstellung über die Ottomanen, Kyoto, Japan, 30. Juni 2019.
Der türkische Präsident richtet sein Gebet gen Jerusalem und begründet dies mit der Historie der Ottomanen. Dort befänden sich die heiligsten Stätten des Islam. Die Türken hätten nur "unter Tränen" die Heilige Stadt während des Ersten Weltkriegs verlassen.

Zwischen 1516 und 1918 herrschte das Osmanische Reich über das damalige Palästina und damit auch über die Stadt, die heute die Hauptstadt Israels ist. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan machte einmal mehr die Wichtigkeit Jerusalems für die Türken deutlich: 

In dieser Stadt, die wir während des Ersten Weltkriegs unter Tränen verlassen mussten, kann man immer noch auf Spuren des osmanischen Widerstands stoßen. Jerusalem ist unsere Stadt, eine Stadt von uns. Unsere erste Kibla (Gebetsrichtung im Islam) al-Aqsa-Moschee und der Felsendom in Jerusalem sind symbolische Moscheen unseres Glaubens. Zusätzlich ist die Stadt auch Heimat der heiligen Stätten der Christen und Juden. 

In der Schlacht um die Stadt hatten die Osmanen am 9. Dezember 1917 verloren und mussten in der Folge Jerusalem an die Briten abgeben. Damit endete ihre 400-jährige Herrschaft über die Stadt.

Der türkische Präsident  Erdoğan und seine Frau Emine treffen zu einem Empfang in der Downing Street ein, der vom britischen Premierminister Boris Johnson veranstaltet wird.

Erdoğan wird als Vertreter des Neo-Ottomanismus gesehen. Damit gemeint ist eine Ideologie imperialistischer Natur, nach welcher die Türkei über ihre Grenzen hinweg ein größeres politisches Engagement verfolgen soll, speziell in Regionen, über die das Osmanische Reich einst herrschte. Dies wird in Erdoğans früherer Äußerung deutlich: 

Wir haben unsere Grenzen nicht freiwillig akzeptiert. Wir müssen überall sein, wo unsere Ahnen waren. 

Dazu gehört auch der "Sicherheitskorridor", den Ankara im Norden Syriens errichtete, um die Kurden zu verdrängen ebenso, wie der Konflikt um Rohstoffvorkommen mit Griechenland und den Streit um Seegrenzen daraus resultiert. 

Auch auf Twitter machte die türkische Regierung ihre Ansprüche geltend: 

Wir betrachten es als eine Ehre im Namen unseres Landes und unserer Nation, die Rechte des unterdrückten palästinensischen Volkes, mit dem wir seit Jahrhunderten zusammenleben, auf jeder Plattform zum Ausdruck zu bringen. Mit diesem Verständnis werden wir sowohl die palästinensische Sache, die die blutende Wunde des globalen Gewissens ist, als auch den Fall Jerusalem bis zum Ende verfolgen. 

Twitter-Nutzer erinnerten in ihren Kommentaren auf den Tweet an die dreitausendjährige jüdische Geschichte Jerusalems. Andere begrüßten Erdoğans Äußerungen und sehen ihn als Sprachrohr der Muslime weltweit. Eine Stellungnahme des israelischen Außenministeriums blieb aus.

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