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Trotz Corona: Fridays for Future will zurück auf die Straße

Trotz Corona: Fridays for Future will zurück auf die Straße
Thunberg im April 2020 in Stockholm
Seit Monaten konnten wegen der Corona-Krise keine Großveranstaltungen der "Klimaschützer" stattfinden. Doch das Ende der Zwangspause naht. Die Bewegung Fridays for Future hat bekannt gegeben, im Herbst wieder auf die Straße gehen zu wollen.

Die sogenannte Klimaschutzbewegung Fridays for Future will trotz der Corona-Krise im Herbst wieder weltweit auf den Straßen demonstrieren. Luisa Neubauer, das deutsche Gesicht der Bewegung mit familiären Verbindungen zur Reemtsma-Dynastie, erklärte der Nachrichtenagentur dpa:

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg vor ihrem Treffen mit den EU-Umweltministern in Brüssel. (5. März 2020)

Nach langen Abstimmungen mit Aktivistinnen und Aktivisten aus der ganzen Welt haben wir uns entschieden, für den 25. September zum nächsten globalen Klimastreik aufzurufen.

Die Entscheidung sei nicht leicht gefallen; konkrete Aktionsformate würden noch erarbeitet. Aber:

Angesichts anhaltender klimapolitischer Ignoranz wollen und müssen wir offensichtlich wieder auf die Straßen gehen.

Im vergangenen Jahr hatte Fridays for Future mehrere Male weltweit koordinierte "Klimagroßproteste" abgehalten. Allein in Deutschland hatten sich daran jeweils mehrere Hunderttausend Menschen beteiligt. Die Resonanz im politischen und medialen Mainstream war überaus wohlwollend.

Seit Ausbruch der Corona-Krise hatten die Gründerin der Bewegung, die Schwedin Greta Thunberg, und ihre Mitstreiter vor allem im Internet für ein "stärkeres Handeln gegen die Klimakrise" demonstriert. Aktionen etwa vor dem Berliner Reichstag gab es zwar, sie blieben aber die Ausnahme.

Dennoch versuchten Thunberg, Neubauer und ihre Mitstreiter, das Thema Klimaschutz weiter hochzuhalten, zuletzt mit einem offenen Brief mit klaren Forderungen an die EU. Das Schreiben haben mittlerweile mehr als 115.000 weitere Menschen unterzeichnet, darunter Wissenschaftler und Prominente wie die Hollywood-Stars Leonardo DiCaprio, Ben Stiller und Mark Ruffalo.

Thunberg selbst äußerte sich am Freitag zunächst nicht zum angekündigten Großprotest. Stattdessen stellte sie wie jeden Freitag ein Bild von sich online, das sie mit ihrem Protestschild mit der Aufschrift "Skolstrejk för klimatet" (Schulstreik fürs Klima) zeigte. Dazu schrieb sie auf Twitter und Instagram:

Die Klimakrise geht nicht in die Sommerferien, deshalb protestieren wir weiter.

In zwei Monaten soll diesen Online-Aktionen nun wieder ein globaler Protest folgen. Fridays for Future schrieb auf seiner Webseite:

Kurz nach Ende der Bundestagssommerpause fluten wir also die Straßen und zeigen, dass gute Klimapolitik wichtiger ist denn je.

Der Aktivist Nick Heubeck sagte der dpa

Die letzten Monate haben uns gezeigt, dass wir auf den Klimaprotest nicht verzichten können.

Weltweit steuere man ungebremst auf die 1,5-Grad-Marke bei der Erderwärmung zu und könne sich im "Klima-Entscheidungsjahr 2020" keine Fehltritte mehr leisten:

Es ist gut, dass Fridays for Future im September da weitermacht, wo wir am Anfang des Jahres aufhören mussten.

Neubauer sagte, die Ortsgruppen der Bewegung würden etwaige Ansteckungsrisiken durch strenge "Hygieneauflagen" minimieren. Als einen Anlass für den weltweiten Aufruf nannte sie die Enttäuschung über die Konjunkturprogramme, die Regierungen gegen die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie aufgelegt haben.

Der Autor Jochen Mitschka, der auch für RT Deutsch berichtet, beschreibt in seinem im Juni 2020 erschienenen Buch "Greta Thunberg und die Klimaschutzindustrie" minutiös die Verbindungen und Netzwerke im Umfeld Thunbergs und kommt dabei zu dem Schluss, dass die Schwedin und deren Mitstreiter für die PR mächtiger Wirtschaftsinteressen missbraucht würden. Der inszenierte Protest sei keiner, sondern stehe im Einklang mit den Interessen der Eliten.

Bei der Klimaschutzdebatte gehe es vor allem darum, noch nicht finanzialisierte Elemente der Welt zu bepreisen und so den Kapitalismus auf eine neue Ebene zu heben. Die Kosten für die anstehenden Veränderungen würden vor allem auf die Steuerzahler abgewälzt, die bereits heute unter der Zerstörung der Umwelt litten.

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rt/dpa

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