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Wie im Wilden Westen: USA schnappen Hilfslieferung für Frankreich vom chinesischen Rollfeld weg

Wie im Wilden Westen: USA schnappen Hilfslieferung für Frankreich vom chinesischen Rollfeld weg
Symbolbild zeigt eine chinesische Hilfslieferung, die am Athener Flughafen eingetroffen ist. (21. März 2020)
Die Aussage des ehemaligen französischen Staatschefs Charles de Gaulle bewahrheitet sich erneut: Staaten haben keine Freunde, nur Interessen. Ganz in diesem Geiste handelten die USA offenbar in China, als sie eine für Paris bestimmte Ladung Atemschutzmasken sich selbst aneigneten.

Frankreich befindet sich im Krieg gegen das Coronavirus, sagte Präsident Emmanuel Macron vor zwei Wochen, als er die ersten Maßnahmen verkündete. Und wie in jedem Krieg benötigt man Waffen und Munition. Nur sind es in dieser Krise keine Panzer und Bomben die gebraucht werden, sondern medizinische Schutzausrüstungen und Beatmungsgeräte und irgendwann vielleicht mal einen Impfstoff. 

Eine Krankenschwester nimmt an einer Proest-Mahnwache gegen fehlende Schutzausrüstung gegen das Coronavirus vor dem Ronald Reagan Medical Center in Los Angeles teil, 31. März, USA.

Erst vergangenen Samstag gab der französische Gesundheitsminister Olivier Véran bekannt, dass man bereits über eine Milliarde Atemschutzmasken bestellt habe, den Großteil davon aus China. Am vergangenen Mittwoch, dem 1. April, wurde ein Flugzeug mit den dringend benötigten Masken beladen, doch statt in Frankreich, landete die erwartete Fracht in den USA. Was war passiert?

In einem RT-Interview beschwerte sich Renaud Muselier, Vorsitzender des Generalrats der Region Provence-Alpes-Côte d'Azur darüber, dass die USA sich die Ladung einfach vom Rollfeld in China weggeschnappt hätten, obwohl diese bereits bezahlt gewesen sei. Da es anscheinend Probleme mit dem chinesischen Logistikdienstleister gab, habe dieser einfach die Ladung Masken den US-Amerikanern verkauft, die das Dreifache des Warenwertes gleich bar bezahlt hätten. 

Heute morgen haben die Amerikaner die französische Bestellung für Cash auf dem Rollfeld weggekauft. Danach startete das Flugzeug statt nach Frankreich in die USA. 

Damit sich solch ein Fall nicht wiederholt, wolle man jetzt mit großen renommierten Speditionen zusammenarbeiten, die mit eigenen Niederlassungen weltweit tätig sind. Dabei ist das kein Einzelfall, wie auch das französische Magazin Libération berichtet. Die USA kaufen alles weg, was sie finden können und bringen so die nationalen Hilfspläne von Ländern durcheinander, die sich selbst um Lieferungen bemüht hätten und nun auf ihre Bestellungen warten müssten. "Sie zahlen das Doppelte und in bar, ohne dass sie die Ware sehen", heißt es dazu. Auch Jean Rottner, Vorsitzender des Generalrats der Region Grand Est, bestätigte in einem Radiointerview mit RTL, was sein Kollege Muselier aus Südfrankreich gesagt hat.

Es ist wahr, dass die Amerikaner auf das Rollfeld kommen, das Geld herausnehmen und drei- oder viermal mehr für die Bestellungen bezahlen.

Von Solidarität der USA gegenüber den "Alliierten" in dieser Krise kann also keine Rede sein, nachdem auch mittlerweile das Land selbst zum globalen Epizentrum der Corona-Pandemie geworden ist. Aus Russland landete hingegen am Mittwoch eine Hilfslieferung in der schwer betroffenen Metropole New York City, was sogar beim Fluglotsen des Flughafens JFK für Anerkennung sorgte. 

Wir danken Ihnen aufrichtig für die Unterstützung, die Sie einbringen.

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