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Breitscheidplatz-Anschlag: Auch das FBI überwachte Anis Amri

Breitscheidplatz-Anschlag: Auch das FBI überwachte Anis Amri
Fahndungsaufruf nach Anis Amri vom Dezember 2016
Der mutmaßliche Attentäter vom Breitscheidplatz wurde auch vom US-Geheimdienst FBI überwacht. Das belegen Unterlagen, die der Amri-Untersuchungsausschuss des Bundestags einsehen konnte. Die offizielle Version des Falles ist damit noch unhaltbarer geworden.

Am 19. Dezember 2016 starben bei dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt auf dem Berliner Breitscheidplatz 12 Menschen, mehr als 70 wurden verletzt. Nun berichtet die Berliner Zeitung, dass der mutmaßliche Attentäter, der tunesische Islamist Anis Amri, vom US-amerikanischen Inlandsgeheimdienst FBI überwacht wurde.

Nach dem Attentat auf der Rambla in Barcelona im August 2017 wird das Tatfahrzeug abgeschleppt

Nach Angaben des Blattes hat der Amri-Untersuchungsausschuss des Bundestags Unterlagen des FBI einsehen können, die die US-amerikanische Behörde vor einigen Wochen der deutschen Bundesregierung zusandte. Weil diese ungeschwärzt gewesen seien und die deutsche Regierung keine Befugnis habe, ausländische Akten unkenntlich zu machen, hätten die Abgeordneten die Unterlagen unzensiert lesen können – anders als bei vergleichbaren Akten deutscher Behörden.

Vor allem soll es sich bei den Akten um Auswertungen von Kommunikationsverbindungen von Facebook und Google Mail aus Amris Umfeld handeln, die aus der Zeit nach dem Anschlag stammen. Spannend aber ist vor allem ein Vermerk des Dienstes, dass ein Telefon Amris am 20. Dezember, dem Tag nach dem Anschlag am Bahnhof Zoo, geortet wurde.

Das ist zum einen interessant, weil die deutschen Behörden bisher davon ausgingen, dass der mutmaßliche Attentäter Berlin nach der Tat am Abend des 19. Dezember verließ. Gesehen wurde der Tunesier erst wieder am Morgen des 21., als er in Kleve aus dem Bus stieg.

Bemerkenswert ist zum anderen, dass die Nummer dieses Telefons den Abgeordneten aus ihrer bisherigen Arbeit nicht bekannt war. Auch die deutschen Behörden erklärten auf Anfrage von Ausschussmitgliedern, die Nummer nicht zu kennen. Das legt den Schluss nahe, dass die US-amerikanischen Dienste Amri möglicherweise noch enger überwachten als die deutschen.

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Die offizielle Darstellung, dass es sich bei Amri um einen radikalisierten Einzeltäter gehandelt habe, ist schon seit Langem unhaltbar. Der Autor Stefan Schubert legte Anfang des Jahres in seinem Buch "Anis Amri und die Bundesregierung: Was Insider über den Terroranschlag vom Breitscheidplatz wissen" ausführlich dar, dass der mutmaßliche Attentäter Teil eines IS-Netzwerkes war.

Schubert schilderte auch detailliert, wie Regierung und Behörden eine Verhaftung und Ausweisung des umfassend überwachten Amri verhinderten, um, so seine These, eine im Hintergrund laufende CIA-Operation nicht zu gefährden, mit der Informationen über den IS gesammelt wurden. Nach der Tat sei dann alles daran gesetzt worden, das tatsächliche Geschehen zu vertuschen. 

Mit den Informationen der Berliner Zeitung ist es nun quasi offiziell, dass auch US-amerikanische Dienste tief in den Fall verstrickt sind. Die offizielle Darstellung wird damit noch unhaltbarer. Mittlerweile stellt sich die Frage, ob der Anschlag "nur" nicht verhindert wurde, um eine im Hintergrund laufende Geheimdienstoperation nicht zu gefährden, oder ob er von den Diensten im Zuge einer "Strategie der Spannung" noch aktiv befördert wurde.

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