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Bischöfe zeigen sich besorgt: Protestanten und Katholiken verloren 2018 Hunderttausende Mitglieder

Bischöfe zeigen sich besorgt: Protestanten und Katholiken verloren 2018 Hunderttausende Mitglieder
Ein katholischer Sakristan platziert Hostien in einem Kelch als Vorbereitung auf einen Gottesdienst, Dresden, 1. April 2010.
Die protestantische Kirche verlor 2018 durch Austritte und Sterbefälle 395.000 Mitglieder, die katholische Kirche 309.000. Bei den Katholiken lag die Zahl der Austritte höher. Die katholische Bischofskonferenz bezeichnet den Trend als "besorgniserregend".

Mehr als die Hälfte aller Deutschen sind noch Mitglied bei den Protestanten oder Katholiken. Der Sekretär der katholischen Bischofskonferenz, Hans Langendörfer, sprach im Bezug auf die sinkenden Mitgliederzahlen über eine "besorgniserregende" Entwicklung. Im vorherigen Jahr entschieden sich 220.000 Personen für den Austritt aus der evangelischen Kirche, 216.000 für den aus der katholischen Kirche.

Papst Franziskus bei einer Messe in Rakovski, Bulgarien, 6. Mai 2019.

Im Vorjahr lagen die Austritte bei den Protestanten bei 200.000 und bei den Katholiken bei 168.000. Trotz der Verluste an Mitgliederzahlen konnte sich die protestantische Kirche über mehr Einnahmen freuen – insgesamt 5,79 Milliarden Euro waren es im vorherigen Jahr. 2018 hatte die evangelische Kirche 21,1 Millionen Mitglieder, die katholische Kirche zählte 23 Millionen. 

Das Bild der katholischen Kirche leidet durch nicht aufgeklärte Missbrauchsskandale und eine beharrliche frauenfeindliche Haltung. So bezeichnet der Papst Franziskus Abtreibungen als "Auftragsmord": 

Ist es erlaubt, ein Leben wegzuwerfen, um ein Problem zu lösen? Ist es erlaubt, einen Killer anzuheuern, um ein Problem zu lösen?

Für die katholische Kirche sind es die zweithöchsten Austritte seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Langendörfer: 

Die aktuelle Statistik ist besorgniserregend. An den Zahlen ist nichts zu beschönigen, sie bestätigen einen Trend, der schon in den vergangenen Jahren prägend für die Kirche war. 

Langendörfer sprach weiterhin von einem "Vertrauensverlust" und gestand ein, dass sich "die Menschen Veränderungen in der Kirche wünschen". 

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