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Seit 40 Jahren Deutscher: Iranischstämmiger Vater darf nicht zur Trauerfeier seines Sohnes in USA

Seit 40 Jahren Deutscher: Iranischstämmiger Vater darf nicht zur Trauerfeier seines Sohnes in USA
Ein Bild des verstorbenen Irman Iranbomy.
Ein junger Frankfurter kommt in den USA bei einem Unfall ums Leben und soll dort beigesetzt werden, da seine Mutter in den USA lebt. Doch dem iranischstämmigen Vater, seit 40 Jahren deutscher Staatsbürger und Anwalt in Frankfurt, wird die Einreise verwehrt.

Der 20-jährige Frankfurter Irman Iranbomy wurde tot in Washington, D. C. aufgefunden. Es soll sich um einen Unfall handeln. Da seine Mutter in den USA lebt, soll er auch dort beigesetzt werden. Doch sein Vater, der iranischstämmige Anwalt Seyed Iranbomy aus Frankfurt, erhält von den USA kein Visum für die Einreise.

"Irman war ein Kämpfer für Gerechtigkeit, Mitglied des Jugendparlaments im Deutschen Bundestag, Kommandant der Freiwilligen Frankfurter Jugendfeuerwehr, Schulsprecher, Gründer und Präsident des Marshall German HS Clubs", so der Vater gegenüber der Frankfurter Neuen Presse. "Er hat sich immer ehrenamtlich engagiert."

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Um die in den USA lebende Mutter zu unterstützen, wollte der Rechtsanwalt zur Trauerfeier einfliegen. Doch daraus wird nichts. Der Vater zeigt sich fassungslos: "Ich bin seit 40 Jahren deutscher Staatsbürger. Ich bin gebürtiger Iraner. Ich hatte ein Zehn-Jahres-Visum für die USA. Es ist vor zwei Jahren, als Trump Präsident wurde, gekündigt worden", erklärte er gegenüber der Zeitung.

Er habe das US-Konsulat gebeten, ihm mindestens ein dreitägiges Visum zu gewähren, doch das wurde abgelehnt. Die schockierende Begründung des US-Konsulats laut Iranbomy: Der Vater habe keine Wurzeln in Deutschland und wolle in die USA einwandern. Der Tod seines 20-jährigen Sohnes sei nur vorgeschoben.

Der Anwalt erklärte, dass er bereits Fälle vertreten habe, in denen Menschen aus dem Iran, Afghanistan und von überallher binnen weniger Tage nach Deutschland einreisen durften, wenn Angehörige in Not oder gestorben waren. Auch das Auswärtige Amt konnte ihm offenbar keine Hoffnung machen. Gegenüber der Frankfurter Neuen Presse sagte Iranbomy: "Mein Sohn war ein Brückenbauer zwischen Orient und Okzident." Er werde eine private Trauerfeier in Frankfurt für ihn ausrichten. Das Datum sei der 7.7., denn so der Vater: "Es gibt sieben Himmel."

 

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