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Deutsche Medien toben nach Russland-Reise von Politikern: Journalisten-Klamauk auf Pressekonferenz

Deutsche Medien toben nach Russland-Reise von Politikern: Journalisten-Klamauk auf Pressekonferenz
DIe Pressekonferenz der deutschen parlamentarischen Reisegruppe nach Russland fand in den frei mietbaren Räumen des russischen Medienunternehmens Rossija Sewodnja statt.
In normalen Zeiten wäre es eine banale Reise gewesen, die deutsche Medien kaum beachtet hätten. Doch in der jetzigen Epoche der antirussischen Paranoia bauschen manche journalistische Tugendwächter den Routinebesuch zum Riesenskandal auf.

Vertreter einiger deutscher Medien haben bei einer Pressekonferenz in Moskau von Bundestagsabgeordneten, die routinemäßig nach Russland gereist waren, versucht, einen Skandal zu inszenieren.

Ein Reporter der Bild fragte, ob die deutschen Politiker kein schlechtes Gefühl hätten, in den Räumen eines Unternehmens zu sitzen, das "Auslandspropaganda" gegen Deutschland betreibe (im Video-Ausschnitt nicht zu sehen). Andere deutsche Medienvertreter, etwa der Deutschen Welle, schlossen sich ihm an. So standen nicht die Inhalte der Reise im Mittelpunkt der Diskussion, sondern der Ort der Pressekonferenz. Doch die Abgeordneten reagierten souverän.

An der Reise nach Russland beteiligten sich Robby Schlund (AfD), Doris Barnett (SPD), Michael Georg Link (FDP), Gregor Gysi (Linke), Jürgen Trittin (Grüne), Michael von Abercron sowie Sylvia Pantel (beide Union). Am Freitag kehren die deutschen Parlamentarier nach Berlin zurück.

Schon am Montagabend prangerte die Bild.de an: "Skandal-Reise: AfD-Politiker führt Trittin und Gysi durch Moskau". Dabei handelte es sich um eine normale Reise der Deutsch-Russischen Parlamentariergruppe, an der sich Vertreter aus allen Parteien im Bundestag beteiligten. Zudem behauptete die Bild, dass der AfD-Politiker, der die Delegation anführte (weil er Vorsitzender der Gruppe ist), die wesentlichen Termine der Reise "an der deutschen Botschaft vorbei – mit Kreml-Hilfe" – geplant habe. 

Doch das entspricht nicht den Fakten. Am Mittwoch veröffentlichte die Delegation eine Stellungnahme, in der sie den Behauptungen widersprach. Alle Abgeordneten hätten an den Planungen mitgewirkt. Zudem sei die Reise von der deutschen Botschaft betreut worden. So erklärten die beteiligten Abgeordneten aller Parteien:

Die Botschaft hat die Fahrt tatkräftig unterstützt.

Zudem erklärte Jürgen Trittin (Grüne), der auch an der Reise teilnahm, dass die Reise ein Routinebesuch war:

Die Reise der deutsch-russischen Parlamentariergruppe von 17.6. bis 21.6.2019 nach Moskau und Kaluga ist der offizielle Gegenbesuch der Gruppe zu dem bereits erfolgten Reise der russischen Seite. Eine solche Reise findet einmal in der Legislaturperiode statt. 

Was also als "Skandal-Reise" betitelt wurde, war ein absolut normaler Arbeitsbesuch, bei dem die Parlamentarier sich auch mit Vertretern deutscher Stiftungen, russischer Medien und von Oppositionsparteien trafen, wie Trittin in seiner Erklärung bekannt gab. Zudem waren diese Details bereits letzte Woche bekannt, da am 12. Juni die Gruppe bereits eine Presseerklärung veröffentlicht hatte, in der steht:

Mit dem Ziel, einen offenen, kritischen Dialog zu führen, wird sich die Parlamentariergruppe in Moskau mit Parlamentariern der Duma sowie Oppositionsführern treffen. (...) Ferner wird ein Gespräch mit den vor Ort tätigen deutschen politischen Stiftungen stattfinden.

Auf der Pressekonferenz beantwortete der Linken-Politiker Gregor Gysi auch die Frage von RT Deutsch, wie er bewertet, dass er von der ukrainischen Website "Mirotworez" zum "Staatsfeind der Ukraine" erklärt wurde und auf deren Fahndungsliste steht.

Mehrere Personen, die die Seite zu "Staatsfeinden" deklarierte, wurden in der Vergangenheit erschossen. Aus Deutschland ist unter anderem auch Altkanzler Gerhard Schröder auf der Liste.

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