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YouTuber Rezo und seine Abrechnung mit den Volksparteien

YouTuber Rezo und seine Abrechnung mit den Volksparteien
YouTuber Rezo landete mit seiner Abrechnung mit der Politik der Volksparteien, vor allem der CDU, einen Internethit.
Ein YouTuber veröffentlicht ein Video, in dem er fast eine Stunde lang vor allem die CDU scharf attackiert. Die Reaktionen der Spitze der Partei sorgen für Kritik und Häme. Am Freitag legte der YouTuber nach und veröffentlichte dann ein "Statement".

Das Video unter dem Namen "Die Zerstörung der CDU" sorgt schon seit Tagen für Diskussionen. Fast eine Stunde lang beschäftigt sich darin der Youtuber Rezo vor allem mit der Politik von Christdemokraten, samt der bayerischen Schwesterpartei CSU. Aber auch die SPD wird nicht verschont. Es geht hier vor allem um die Politik der letzten Jahrzehnte und "wer dabei profitiert hat". Der 26-Jährige beschäftigt sich vorwiegend mit den Themen soziale Gerechtigkeit, Schere zwischen Arm und Reich, Drohnenkriege und Verbrechen sowie Klima-Krise. Bis Freitagmittag wurde das Video mehr als 7,5 Millionen Mal angeklickt.

 "Krasse Inkompetenz" und Politik für Reiche 

Darin wirft Rezo der CDU unter anderem vor, beim Klimawandel untätig zu sein, Politik für Reiche zu machen und "krasse Inkompetenz" beim Thema Urheberrecht und Drogenpolitik an den Tag zu legen. So sagte er, die Schere zwischen Arm und Reich gehe immer weiter auseinander.

Die ärmsten 50 Prozent haben immer weniger Geld und die reichsten zehn (Prozent) immer mehr Geld. Dazu stieg die Armut in Deutschland in den letzten Jahren konstant an.

Mit scharfen Worten attackiert er die Drohnenmorde der USA. In einfacher Jugend-Sprache verdeutlicht Rezo dem sicherlich vorwiegend jungen und politisch nicht gerade interessierten Publikum, für das dieses Video ursprünglich ja auch gedacht war, dass die Drohnenaktionen mit deutscher Unterstützung passieren, und dass dabei auch unschuldige Menschen ums Leben kommen. Seine Aussagen untermauert er mit Studien sowie Veröffentlichungen von Medien oder Stiftungen. Am Ende des Videos fordert er seine Abonnenten – mehr als 750.000 hat seine Seite "Rezo ja lol ey" – auf, wählen zu gehen.

Vor allem die Christdemokraten reagierten prompt auf die Aussagen des YouTubers, dessen Markenzeichen blau gefärbte Haare sind.

Ich habe mich gefragt, warum wir nicht eigentlich auch noch verantwortlich sind für die sieben Plagen, die es damals in Ägypten gab", sagte CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer am Mittwoch.

Generalsekretär Paul Ziemiak bezeichnete die Aussagen als Falschbehauptungen. "Er macht von seinem Recht auf freie Meinungsäußerung Gebrauch. Journalismus ist das aber nicht", sagte Ziemiak dem Redaktionsnetzwerk Deutschland am Mittwoch. Am Donnerstag lud die CDU Rezo zum Meinungsaustausch ein. Teile seiner Kritik wurden dann doch als berechtigt bezeichnet – nach heftigem Gegenwind auf erste abweisende Reaktionen.

Lass uns über Deine Kritik an der CDU sprechen, aber bitte höre auch uns zu, wie wir die Dinge sehen", schrieb Generalsekretär Paul Ziemiak auf Twitter.  

Ursprünglich plante die CDU-Spitze, auch ein Internet-Video zu veröffentlichen – mit dem 26-jährigen Bundestagsabgeordneten Philipp Amthor. Es sollte quasi als Reaktion auf das Video von Rezo, der in den letzten drei Jahren auf seinen Kanälen vor allem Musik- und Comedyvideos veröffentlicht hat, folgen. Doch die Partei ruderte mit der Begründung zurück, die CDU wolle nicht über Videos mit dem YouTuber kommunizieren, sondern das persönliche Gespräch suchen. Auch ein offener Brief sowie neun Seiten Faktencheck wurden auf der Internetseite der CDU veröffentlicht, wohl als Reaktion auf den Vorwurf, zu langsam angemessen auf die Kritik reagiert zu haben.

Am Freitag dann tauchte auf dem YouTube-Kanal von Rezo ein knapp dreiminütiges neues Video auf. Der Clip beginnt mit einer Ankündigung von ihm: "Dies ist ein offener Brief, ein Statement". Im Anschluss kommen nacheinander rund 30 andere YouTuber zur Wort, die eine Erklärung verlesen, die auch als Text unter dem Video zu sehen ist. Darin heißt es unter anderem:

Wählt nicht die CDU/CSU, wählt nicht die SPD. Wählt auch keine andere Partei, die so wenig im Sinne von Logik und der Wissenschaft handelt und nach dem wissenschaftlichen Konsens mit ihrem Kurs unsere Zukunft zerstört. Und wählt schon gar nicht die AfD, die diesen Konsens sogar leugnet."

Angehängt ist eine Liste von mehr als 70 Unterzeichnern. 

Mehr zum Thema - Prognose: Sozialdemokraten bei EU-Wahlen in den Niederlanden vorn

(rt deutsch/dpa)

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