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Amberg: Polizei prüft Berichte über rechte Bürgerwehr

Amberg: Polizei prüft Berichte über rechte Bürgerwehr
Seit Tagen liegt das bayrische Amberg im Fokus der bundesweiten Öffentlichkeit.
Die Polizei prüft Berichte über eine angebliche rechte Bürgerwehr in Amberg nach der mutmaßlichen Prügelattacke von vier Flüchtlingen. Ein Polizeisprecher sagte am Donnerstag, entsprechende Auftritte in sozialen Medien seien bekannt.

Eine Gruppe von jugendlichen Asylbewerbern war am 29. Dezember durch Amberg gezogen und hatte wahllos Passanten verprügelt. Zwölf Menschen wurden dabei verletzt. 

Die Polizei will nun Berichten nachgehen, wonach sich in der bayrischen Stadt eine rechte Bürgerwehr gebildet hat. Noch gebe es keine konkreten Hinweise auf Patrouillen, Demonstrationen oder dergleichen, so ein Polizeisprecher am Donnerstag. Es seien diesbezüglich aber entsprechende Auftritte in den sozialen Medien bekannt.

Ambergs Oberbürgermeister Michael Cerny (CSU) verwies in diesem Zusammenhang auf Facebook-Posts der Nürnberger NPD. Fotos zeigen dort Menschen in roten Westen mit der Aufschrift "Wir schaffen Schutzzonen".

Zudem habe er eine Mail bekommen, sagte Cerny der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag: "Darin hieß es, sie wollen Späher nach Amberg schicken." Über den Absender äußerte sich Cerny nicht. Die Mail habe er an die Polizei weitergeleitet. Nach einem Bericht der Mittelbayerischen Zeitung vom Donnerstag wurde die Mail von einer Gruppe namens "Kraut/pol" abgeschickt. Darin werde dem Oberbürgermeister vorgeworfen, seine Behörden hätten "völlig versagt".

Vier junge Asylbewerber haben am Samstag wahllos Passanten geschlagen und nach bisherigen Erkenntnissen dabei zwölf von ihnen, zumeist leicht, verletzt. Die Übergriffe lösten eine Debatte über Gewalt von Flüchtlingen aus.

Cerny sagte: "Eine echte rechte Szene haben wir in Amberg nicht." Einzelne Rechte seien bekannt und hätten beispielsweise an rechten Demonstrationen wie in Chemnitz teilgenommen. Auch habe die AfD in der Stadt relativ starke Ergebnisse. Laut Internetseite der Stadt kam die AfD bei der Landtagswahl auf 13,1 Prozent der Zweitstimmen.

Die AfD-Landtagsfraktionschefin Katrin Ebner-Steiner hatte angekündigt, an diesem Donnerstagnachmittag nach Amberg kommen zu wollen, "um sich ein Bild von der Lage in der Stadt" zu machen. Unter anderem seien Gespräche mit der Polizei und mit Bürgern geplant.

Der Polizeisprecher sagte, es seien keine Protestaktionen angemeldet oder bekannt. "Die Sicherheitslage in Amberg ist gut." Das habe auch die schnelle Festnahme der Tatverdächtigen am Samstag gezeigt. In Amberg gebe es genügend Polizisten. Eine genaue Zahl nannte er nicht.

Mehr zum Thema - Asylbewerber ziehen prügelnd durch Amberg - Bürgermeister zeigt sich entsetzt 

(rt deutsch/dpa)

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