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Führungswechsel beim Spiegel: Klaus Brinkbäumer geht

Führungswechsel beim Spiegel: Klaus Brinkbäumer geht
Brinkbäumer auf der Frankfurter Buchmesse 2017 im Gespräch mit Salman Rushdie
Nachdem bereits im August die Ablösung Klaus Brinkbäumers als Chefredakteur des Spiegel verkündet wurde, ist nun bekanntgeworden, dass Brinkbäumer das Magazin ganz verlässt. Unter seiner Führung hatte der Spiegel weiter an Auflage und Ansehen verloren.

Klaus Brinkbäumer, Chefredakteur des Spiegel, verlässt das Magazin zum 31. März 2019. Das gab der Spiegel-Verlag am Montag in Hamburg bekannt. Demnach hätten sich der Verlag und Brinkbäumer nach intensiven Beratungen einvernehmlich geeinigt.

Bereits im August hatte der Verlag bekanntgegeben, dass Brinkbäumer zum 1. Januar 2019 vom bisherigen Leiter des Manager-Magazins, Steffen Klusmann, abgelöst werden soll. Verbunden mit diesem Personalwechsel erfolgt eine Umstrukturierung. Künftig gibt es eine gemeinsame Chefredaktion von Spiegel und Spiegel Online, der neben Klusmann auch Barbara Hans und Ullrich Fichtner angehören werden.

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Es spricht einiges dafür, dass die Beratungen zwischen Brinkbäumer und dem Spiegel-Verlag nicht allzu harmonisch abliefen. Bereits nach der Bekanntgabe seiner Abberufung als Chefredakteur hatte Brinkbäumer erklärt, diese Entscheidung nicht nachvollziehen zu können. Für die Gespräche über seine Trennung vom Spiegel hatte er mit dem Medienrechtsanwalt Christian Schertz einen langjährigen Kritiker und Gegner des Magazins engagiert.

Sich selbst hatte Brinkbäumer im September ein gutes Zeugnis ausgestellt. Die Auflage sei unter ihm gestiegen, der Spiegel habe sämtliche wichtigen Preise für Journalisten errungen. Die Wirklichkeit sieht freilich anders aus. Der Verweis auf die steigende Auflage des Spiegel bezog sich auf die digitale Ausgabe, die der Druckversion geht ebenso stetig bergab wie die damit verbundene gesellschaftlichen Bedeutung des Spiegel. Das Magazin hat in den letzten Jahren kaum noch mit relevantem investigativen Journalismus auf sich aufmerksam machen können. Auch das ständige Trump- und Russland-Bashing dürfte dem Ansehen und der Auflage des Spiegel nicht förderlich gewesen sein.

Mehr zum Thema - Spiegel Online und der manipulative Umgang mit Quellen - Teil 1

Klusmann hat seine bisherige Karriere vor allem bei Wirtschaftsmedien absolviert: Vor seiner Station beim Manager-Magazin war er unter anderem bei der Wirtschaftswoche, Capital und der Financial Times Deutschland. Was das für das künftige Profil des Spiegel bedeutet, wird abzuwarten bleiben.

Brinkbäumer selbst gab sich nun nach der Bekanntgabe seines Abschieds vom Spiegel entspannt. Auf Twitter postete er eine Karikatur, die ihn - vor einem Spiegel - ohne Kopf zeigt, mit dem Kommentar "das allerdings wollen wir doch mal sehen". Und er verabschiedete sich launig nach New York.

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