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Chemnitz: Sachlichkeitsvergleich zwischen Links und Rechts

In Chemnitz stehen sich zwei Lager gegenüber. Maria Janssen analysiert die Sachlichkeit auf beiden Seiten und kommt zum Ergebnis: Diese bleibt leider bei beiden oft auf der Strecke.
Chemnitz: Sachlichkeitsvergleich zwischen Links und RechtsQuelle: RT

Kurz zusammengefasst, kann man die gegenseitigen Vorwürfe auf folgende Aussagen reduzieren: "Alles Nazis! Nazis raus!" bzw. "Flüchtlinge sind krimineller als Deutsche! Migrantenflut stoppen!"

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Dass die Demonstranten in Chemnitz zu Unrecht über einen Kamm geschoren und pauschal als Nazis bezeichnet werden, ist leicht nachweisbar. Auch, dass die Gegenseite viel größere mediale und anderweitige Unterstützung hat, sollte bisher jedem aufgefallen sein. Der Hauptkritikpunkt der Chemnitzer - "dem rechten Mob wurde mehr Aufmerksamkeit gewidmet als dem Mord selbst" - wird in den Leitmedien nicht wiedergegeben. Genau wie Gewalttaten, die nur einseitig beleuchtet werden, obwohl es Gewaltbereitschaft auf Beiden Seiten gibt.

Allerdings impliziert die Betonung der Staatsangehörigkeit, dass die Herkunft der Opfer und der Täter tatsächlich der Hauptgrund für die Kritik der Trauernden ist. Würde es etwas ändern, wenn es statt "Migranten erstechen einen Deutschen" - "Deutsche erstechen einen Migranten" hieße? Tatsächlich gab es die ganze Zeit über auch Meldungen von schweren Verbrechen, die Deutsche begannen haben. Wie zum Beispiel der aktuell laufende Prozess gegen einen 42-Jährigen, der jahrelang mehrere Mädchen sexuell missbraucht hat, oder eine Meldung vom 30. August über ein Paar in Dessau, das eine 25-jährige chinesische Studentin vergewaltigte und anschließend zu Tode quälte. Einen Aufmarsch mit Plakaten wie etwa "Wir sind kein Freiwild!" haben die Fälle bisher nicht ausgelöst.

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Das Gegenargument ist auch bekannt: Niemand bestreitet, dass Deutsche auch Verbrechen begehen, es geht vielmehr darum, dass Migranten bzw. Asylanten dies prozentuell gesehen in höherem Maße tun. Doch die Lebensbedingungen der kriminellen Personen werden hierbei nicht als Argument angesehen. Dabei ist die Mehrheit der Menschen in muslimischen Ländern nicht gewalttätig, genauso, wie es in der Bundesrepublik Deutsche gibt, die gewalttätig sind. Um Daniel H. zu zitieren: "Die Nationalität ist egal! Arschloch ist Arschloch!"

Zudem wird die Doppelmoral in rechtskonservativen Kreisen an folgender Stelle ignoriert: Wenn ein deutscher Staatsangehöriger ein schweres Verbrechen begeht, dann schiebt man das auf seine geistige Labilität. Bei Ausländern hingegen wird nicht so gewertet.

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