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Proteste von "Pro Chemnitz" und Gegendemonstrationen – Erneut Tausende auf den Straßen

Proteste von "Pro Chemnitz" und Gegendemonstrationen – Erneut Tausende auf den Straßen
Chemnitz kommt nicht zur Ruhe. Am Freitagabend rief die migrationskritische Bewegung "Pro Chemnitz" zu ihrer mittlerweile vierten Demonstration auf. Nach Angaben der Polizei verliefen sämtliche Veranstaltungen größtenteils störungsfrei ab.

Die Kundgebung fand unmittelbar am bekannten Karl-Marx-Monument und damit nur wenige Meter von dem Ort entfernt statt, an dem der 35-jährige Daniel H. Ende August mutmaßlich von einem Iraker und einem Syrer erstochen wurde. Zeitgleich zu der Veranstaltung versammelten sich ungefähr 1.000 Gegendemonstranten, darunter die Antifa, in unmittelbarer Nähe unter dem Motto "Chemnitz Nazifrei".

Zudem organisierte die Chemnitzer Oper auf dem ebenfalls in der Nähe gelegenen Theaterplatz ein kostenloses Open-Air-Konzert "für Offenheit und Vielfalt". Tausende fanden sich hier ein, um friedlich unter anderem Beethovens 9. Sinfonie zu hören. Die Polizei war schon Stunden vor der Veranstaltung mit einem Großaufgebot vor Ort, um "Pro Chemnitz" und die Gegendemonstration großräumig voneinander fernzuhalten. Mehrere Hundertschaften aus verschiedenen Bundesländern, dazu die Bundespolizei, erschienen mit zahlreichen Einsatzfahrzeugen, darunter Wasserwerfern und Räumpanzern.

Die Auftaktkundgebung der Initiative "Pro Chemnitz" begann ungefähr gegen 18.30 Uhr. Ein 61-jähriger Bürger, der sich als "in Karl-Marx-Stadt" Geborener [wie Chemnitz in der DDR hieß; Anm.] vorstellte, kritisierte in einer Rede unter anderem die mediale Berichterstattung zu Chemnitz als verlogen und forderte mehr Rechtsstaatlichkeit. Er sei in seinem Leben nie Parteimitglied gewesen, sympathisiere aber mit der AfD und der Pegida-Bewegung. Unterbrochen wurde die Rede mehrfach durch Rufe der sich auf der gegenüberliegenden Seite im Stadthallenpark versammelten Gegendemonstranten.

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Die Teilnehmer an "Chemnitz Nazifrei" skandierten unter anderem "Kein Recht auf Nazipropaganda", "Wir sind mehr" und "Nationalismus raus aus den Köpfen". Aufseiten der "Pro Chemnitz"-Demonstranten ertönten die Rufe "Wir sind das Volk", "Wer Deutschland nicht liebt, soll Deutschland verlassen" und "Merkel muss weg". Nach der Auftaktkundgebung marschierten sowohl die "Pro Chemnitz"-Demonstranten als auch die Gegendemonstranten getrennt voneinander in zum Teil unterschiedliche Richtungen durch die Stadt. Gegen 20.30 Uhr erreichten die "Pro Chemnitz"-Teilnehmer wieder ihren Startpunkt am Karl-Marx-Monument, um die Veranstaltung offiziell zu beenden.

Nach Angaben der Chemnitzer Polizei verliefen sämtliche Veranstaltungen friedlich und größtenteils störungsfrei ab. Ungefähr 2.350 Menschen beteiligten sich Schätzungen zufolge an "Pro Chemnitz". Die Organisatoren hatten ursprünglich 1.000 Personen für die Demo angemeldet. Registriert wurden bislang nur sechs Straftaten, zumeist handelte es sich um Verstöße gegen das Vermummungsverbot verstießen bzw. wegen Mitnahme unerlaubter Gegenstände. Auch wurden keine Verletzten gemeldet, und es kam lediglich zu Verkehrsbehinderungen.

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