Lebensgefahr für Feuerwehrleute: Bei Waldbrand nahe A14 explodieren Munitionsreste aus 2. Weltkrieg

Lebensgefahr für Feuerwehrleute: Bei Waldbrand nahe A14 explodieren Munitionsreste aus 2. Weltkrieg
Waldbrand an der A124 - Quelle: Feuerwehren aus Mecklenburg Vorpommern
Begünstigt durch die anhaltende Trockenheit halten zahlreiche Waldbrände derzeit die Feuerwehr in Mecklenburg-Vorpommern in Atem. Bei Groß Laasch nahe Ludwigslust hat ein Waldstück Feuer gefangen, in dem sich Munition aus dem Zweiten Weltkrieg befindet.

Lebensgefahr für die Einsatzkräfte

Mehr als 80 Feuerleute, die permanent ausgetauscht werden, sind seit dem frühen Mittwochabend bei Groß Laasch im Einsatz, so ein Sprecher der Feuerwehr. Für die Einsatzkräfte besteht wegen der andauernden Explosionen Lebensgefahr. Die Einsatzkräfte befinden sich derzeit in einem Sicherheitsabstand von rund 1.000 Metern zum brennenden Waldstück. Die  Feuerwehr-Mannschaften befürchten, dass Granatsplitter, die sehr weit streuen, schwere Verletzungen bei den Einsatzkräften verursachen könnten.

Rainer Süßenbach, langjähriger Feuerwehrmann in Essen im Ruhrgebiet.

Hubschrauber zum Löschen angefordert

Der Landkreis Ludwigslust-Parchim hat mittlerweile Hubschrauber der Bundeswehr angefordert. Derzeit sei ein Polizeihubschrauber im Einsatz, der mit einer Wärmebildkamera Glutnester ausfindig machen soll. So soll der Brand anschließend effektiver bekämpft werden.

Geplant ist, dass der Lösch-Hubschrauber zwischen dem Neustädter See und dem Wald an der A14 pendelt, um den dortigen Brand zu löschen. Pro Flug kann der Hubschrauber 5.000 Liter Wasser aufnehmen. Eventuell wird noch ein gepanzertes Löschfahrzeug von einem privaten Anbieter dazukommen. Bislang ist nicht absehbar, wie lange es dauern wird, bis der Waldbrand gelöscht ist. Die A14 ist deshalb in dem Bereich bei Groß Laasch bis auf Weiteres vollständig gesperrt.

Löscharbeiten von Beginn an vor großen Herausforderungen

Um das Feuer zu löschen, musste am Mittwoch zunächst eine über 700 Meter lange Wasserstrecke aufgebaut werden, damit das Wasser eines Teiches zum Brandherd gepumpt werden konnte. Am Donnerstagvormittag wurde der Wald aus rund 70 Metern Entfernung mit Löschkanonen besprüht, da ein Betreten der Waldfläche aufgrund explodierender Munition nicht zu verantworten war. Der Brand war offenbar am Mittwochabend auf einem zehn Hektar großen, bereits abgemähten Getreidefeld entstanden. Begünstigt durch starke Windböen griff das Feuer dann auf den Wald über, der an die A14 grenzt.

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