Feuer auf Fregatte "Sachsen": Flugabwehrrakete verbrennt auf deutschem Kriegsschiff

Feuer auf Fregatte "Sachsen": Flugabwehrrakete verbrennt auf deutschem Kriegsschiff
Fregatte "Sachsen" am 11. Mai 2018 in Wilhelmshaven. Das Schiff kehrt von einem EU-Einsatz im Mittelmeer zurück.
Bei einer Übung vor Norwegens Küste hat es auf der Fregatte "Sachsen" einen Brand gegeben. Ein Flugkörper hob nicht wie geplant ab, sondern verbrannte bereits auf dem Schiff. Zwei Soldaten wurden leicht verletzt. Ein Video des Vorfalls ist jetzt aufgetaucht.

Auf dem Schiff ist eine Explosion zu sehen, ein ohrenbetäubender Knall ertönt. Meterhohe Flammen und eine Säule dichten Qualms steigen vom Deck auf. Ein nun aufgetauchtes Video zeigt den Moment, in dem letzte Woche bei einer Raketenübung vor der Küste Norwegens auf der Fregatte "Sachsen" Feuer ausgebrochen ist.

Wie das Onlineportal der Marine berichtet, brannte der Antrieb einer Flugabwehrrakete vom Typ SM 2 kurz nach dem Abfeuern ab, ohne dass der Flugkörper zuvor abgehoben hätte. Im Zusammenhang mit diesem Vorfall vom 21. Juni habe es auch zwei "stressverletzte" Soldaten gegeben, die aber mittlerweile wieder dienstfähig seien.

Wir standen vor einer gleißenden und glühend heißen Feuerwand", sagte Fregattenkapitän Thomas Hacken dem Portal. 

Die in Wilhelmshaven stationierte Luftverteidigungs-Fregatte "Sachsen" befindet sich nach Marine-Angaben zurzeit mit der U-Boot-Jagdfregatte "Lübeck" nördlich des Polarkreises in einem Test- und Übungsgebiet des NATO-Partners Norwegen. Die Deutsche Marine erprobt in der Nordsee ihre Waffensysteme. 

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Laut Bericht habe es vor dem Abfeuern der Rakete keinerlei Hinweise auf technische Mängel am Startersystem gegeben. Zuvor soll ein weiterer Flugkörper gleichen Typs vom gleichen Schiff erfolgreich gestartet worden sein. Auch die Rakete selbst sei zuvor technisch überprüft worden und soll sich in einwandfreiem Zustand befunden haben. 

Im Internet wurden inzwischen auch Bilder veröffentlicht, auf denen deutliche Brandspuren auf dem Oberdeck und den Brückenaufbauten zu sehen sind. 

Am Tag nach dem Vorfall liefen beide Schiffe in den norwegischen Hafen Harstad ein. Die Besatzung soll demnach dort den Schaden begutachten.

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