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Karl Marx ergreift zu seinem 200. Geburtstag in Chemnitz selbst das Wort

Karl Marx ergreift zu seinem 200. Geburtstag in Chemnitz selbst das Wort
Der bekannte "Nischel" in der Brückenstraße, ehemals Karl-Marx-Allee in Chemnitz: Der Karl-Marx-Bronzekopf gilt für viele immer noch als das Wahrzeichen der sächsischen Stadt.
Der Bund widmet Karl Marx zu seinem 200. Geburtstag eine Sonderbriefmarke, in seiner Geburtsstadt Trier sind zahlreiche Feiern und Ausstellungen geplant, und in Chemnitz, wo sein gut sieben Meter hoher Kopf eine Touristenattraktion ist, kommt er selbst zu Wort.

In Chemnitz soll er nie gewesen sein, aber in der sächsischen Stadt mit rund 250.000 Einwohnern steht das vielleicht weltweit bekannteste Denkmal für Karl Marx. Nach dem Mauerfall wurde lange darüber diskutiert, ob der "Kopp" oder "Der Nischel", wie er liebevoll genannt wird, abgerissen werden soll oder nicht. Schließlich hieß der Ort nicht mehr Karl-Marx-Stadt, wie von 1953 bis 1990. Er blieb.

Das am 9. Oktober 1971 enthüllte Monument, das mit Sockel eine Gesamthöhe von 13 Metern erreicht, ist bis heute in der ganzen Welt ein regelrechtes Markenzeichen der Stadt. Zur Einweihung des "Nischels" 1971 versammelten sich knapp 300.000 Menschen. Ob es morgen bei der Feier zu seinem 200. Geburtstag auch so viele sein werden, ist fraglich. Einige Tausende werden es aber sicher sein.

"Calling Marx" - Wladimir Putin, Donald Trump, Xi Jinping oder auch Angela Merkel auf der "Telefonliste"

Und noch etwas ist sicher: Morgen ergreift der Kapitalismuskritiker und Vordenker des Kommunismus in Chemnitz selbst das Wort. Eine Licht- und Tonanimation lässt den berühmten Karl-Marx-Bronzekopf fiktive Sätze zur heutigen Zeit sagen. Die audiovisuelle Show mit dem Titel "Calling Marx" soll am Samstag der Schlusspunkt eines bunten Festes in der gesamten Stadt anlässlich des 200. Geburtstages des deutschen Philosophen werden.

"Das ist das Abrundende", sagte Sören Uhle, Geschäftsführer der Chemnitzer Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft. 

In der Sprachanimation soll der Denker mit dem Rauschebart einen Monolog halten. Unterbrochen wird er in seinen zweistündigen gesellschaftspolitischen Betrachtungen durch Anrufe von Politgrößen aus aller Welt: Wladimir Putin, Donald Trump, Xi Jinping oder auch Angela Merkel sollen auf der "Telefonliste" stehen.

Zu weiteren geplanten Aktionen zählen Rundgänge mit den als Ehepaar Jenny und Karl Marx verkleideten Gästeführern Veronika Leonhardt und Wulf Lakemeier oder ein Familienfest im Stadthallenpark, das von der Chemnitzer Kulturwerkstatt organisiert wurde. Auch Musik- und Tanzveranstaltungen sowie eine Museumsnacht sollen stattfinden.

Die 7,10 Meter hohe und rund 40 Tonnen schwere bronzene Porträtbüste auf dem sechs Meter hohen Granitsockel wurde vom weltbekannten sowjetischen Bildhauer Lew Kerbel (1917 bis 2003) geschaffen.

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