Terrorwarnung in Hannover: Länderspiel zwischen Deutschland und den Niederlanden abgesagt

Terrorwarnung in Hannover: Länderspiel zwischen Deutschland und den Niederlanden abgesagt
Die Polizei Niedersachsen hat nicht einmal zwei Stunden vor Spielbeginn das Länderspiel zwischen den Niederlanden und Deutschland auf Grund einer „konkreten Gefahrenlage" abgesagt und fordert alle Besucher auf, das Stadion „zügig aber ohne Panik" zu verlassen beziehungsweise sich nicht auf den Weg ins Stadion zu machen. Laut Polizeispräsident Kluwe gab es „ernsthafte Planungen, etwas zur Explosion zu bringen".

Offenbar befand sich ein mit Sprengstoff befüllter Krankenwagen vor dem Stadion:

Der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius vermeldete später, dass in Hannover keine Verdächtigen festgenommen worden sind. Auch wurde kein Sprengstoff gefunden. Gerüchte um Sprengstoff in einem Krankenwagen vor dem Stadion ließen sich "bislang nicht bestätigen".

Der deutsche Innenminister Thomas de Maizière fügte jedoch hinzu:

 „Ein Teil der Antworten würde die Bevölkerung verunsichern.“

Der Hinweis auf einen möglichen Anschlag in Hannover kam offenbar von französischen Geheimdiensten.

Der Journalist und Autor Dirk Müller kommentiert auf seiner Facebookseite:

"Völlige Kapitulation des Staates.

Die Absage des Fußballländerspiels D-NL heute Abend ist das Eingeständnis der Bundesrepublik Deutschland, die innere Sicherheit nicht einmal unter Aufbietung aller zur Verfügung stehender Kräfte gewährleisten zu können.
Das Spiel sollte seit dem letzten Wochenende nur aus einem einzigen Grund stattfinden: Es sollte als Symbol dienen für die Botschaft "Wir lassen uns nicht unterkriegen, wir haben keine Angst, wir machen weiter und lassen uns von Euch nicht einschüchtern. Wir können für die Sicherheit der Bürger garantieren." Dazu wurde das Spiel im Vorfeld mit jeder nur denkbaren Symbolik aufgeladen, inklusive Kanzlerin und großer Gesten. Man war sich der extremen Situation bewusst. Daher hat man alles aufgeboten, was die innere Sicherheit zu bieten hat. Von Geheimdiensten, Sondereinsatzkommandos, Bereitschaftspolizei bis zu den Bodyguards der Kanzlerin mit Außnahme der schweren Bewaffnung der Bundeswehr.

Die Nachricht, die durch die Absage JETZT in die Republik schallt, ist das exakte Gegenteil dessen, was beabsichtig war:

"Wir schaffen es nichteinmal unter Aufbietung aller Kräfte, einer Verfünffachung der Sicherheitsbeamten und der höchsten Sicherheitsstufe, eine öffentliche Veranstaltung größter Symbolik sicher durchzuführen! Entschuldigung, wir können die innere Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland selbst unter Aufbietung aller zur Verfügung stehender Kräfte nicht mehr garantieren!"

Der höchste Respekt gehört dabei jenen Sicherheitskräften, die sich dieser Botschaft sicherlich bewusst waren und dennoch diese schwere Entscheidung getroffen haben, die Sicherheit der Besucher über die große Symbolik zu stellen. Das hat vermutlich mehr Mut bedurft, als das Spiel trotz der Bedrohungslage durchzuführen. Höchsten Respekt vor den Männern und Frauen, die diese Entscheidung vor Ort getroffen haben, nach dem sie erkannt haben, dass sie die Sicherheit entgegen ihrer Hoffnung eben nicht garantieren können. Aber tiefe Bestürzung über Politiker, die einen Staat über eine ganze Serie von Fehlentscheidungen vergangener Jahre in eine solche Situation der Ohnmacht bringen. Mit welchen Gefühlen werden die Menschen in den nächsten Monaten zu weniger geschützten Verantsaltungen wie Weihnachtsmärkten gehen ?"

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