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Vorläufige Chrupalla-Diagnose: Arztbericht notiert "intramuskuläre Injektion"

Die genaue Faktenlage rund um das Ereignis einer körperlich einschränkenden Irritation bei dem Co-Vorsitzenden der AfD, Tino Chrupalla, bleibt mysteriös. Nun zitiert die Junge Freiheit aus dem Abschlussbericht der behandelnden Mediziner. Diese sprechen von "unklarem Intox", also einer Vergiftung, ausgehend von einem Einstich am Oberarm.
Vorläufige Chrupalla-Diagnose: Arztbericht notiert "intramuskuläre Injektion"Quelle: www.globallookpress.com © IMAGO/Bernd Elmenthaler

Das medizinische Ereignis des Co-Vorsitzenden der AfD, Tino Chrupalla, sorgt weiterhin für vielerlei Spekulationen und Mutmaßungen. Des Weiteren für irritierende hin zu unangebrachten Kommentierungen politischer Gegner. Die überregionale Wochenzeitung Junge Freiheit (JFzitiert nun in einem aktuellen Artikel aus dem Abschlussbericht der behandelnden Ärzte (Bezahlschranke). Die Darlegungen bestätigen zumindest ein körperliches Ereignis, ausgehend von einer zuvor mutwilligen Tätlichkeit gegen Chrupalla.

So heißt es in dem JF-Artikel:

"Schwindel mit Übelkeit und Brechreiz sowie Kopfschmerzen mit präkollaptischem Ereignis nach unklaren Intox."

Intox ist die Kurzschreibweise von Intoxikation, laut Definition ein "Krankheitsbild, das durch die Einwirkung chemischer Noxen (Gifte, Toxine) zu Störungen biologischer Funktionen und/oder Strukturen eines Organismus führt". Der Arztbericht beschreibt zudem eine "Nadelstichverletzung", die im Deltamuskel festgestellt wurde, der sich von der Schulter bis zur Mitte des Oberarms zieht. Ein weiteres Zitat aus dem Bericht lautet bestätigend:

"Herr Chrupalla wurde am 04.10.2023 nach einer intramuskulären Injektion mit einer unklaren Substanz zur weiteren Überwachung auf unsere internistische Intensivstation aufgenommen."

Weiterhin vollkommen ungeklärt ist der Ablauf des Tatvorgangs zum Ereignis. Das Online-Magazin Nius veröffentlichte diesbezüglich zwei Fotos, die belegen sollen, dass die Polizei zumindest auffälliges Beweismaterial vor Ort sicherte. Rätselhaft bleibt, wie und was zu der Stichverletzung am Oberarm führte und wer der oder die Täter sind.

Am 5. Oktober hieß es diesbezüglicher nun bestätigter Ereignisse im Rahmen einer gemeinsamen Pressemitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft: "Es liegen zum jetzigen Zeitpunkt keinerlei Erkenntnisse vor, dass Herr Chrupalla angegangen oder angegriffen wurde". Die ermittelnde Staatsanwältin der Stadt Ingolstadt beantwortete eine Nius-Anfrage zu dem möglichen Fund einer Spritze oder Nadel mit der Erklärung:

"Es wurden keine Spritzen oder Injektionsnadeln am Tatort gefunden."

Bei einer erfolgten telefonischen Nachfrage seitens der Nius-Redaktion hieß es dann, dass die Staatsanwältin "zu derzeitigen Ermittlungsergebnissen keine Auskunft erteilen" möchte. Das Chrupalla-Ereignis entlockt dabei politischen Gegnern weiterhin entlarvende Wahrnehmungen. So meinte der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow auf X (ehemals Twitter) kommentieren zu müssen:

Diesbezügliche Kritik bezeichnet Ramelow als "Gebrülle". Der Fernsehmoderator Jörg Kachelmann meinte für sich feststellen zu müssen:

"(…) Ich bin bereit, Straftaten generell zu verurteilen. Darüber hinaus muss ich aber festhalten, dass das Land ethisch und gesellschaftlich gewonnen hätte, wäre er – Chrupalla – nicht geboren worden." 

Der sich als "Trans" bezeichnende baden-württembergische Grünen-Politiker Renée "Maike" Pfuderer reagierte bedingt empathisch in einem X-Posting mit der Frage:

"Warum hat Chrupalla jetzt 24 Stunden einen Platz in der Intensivstation blockiert? War zu wenig Blut im Lack."

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) wiederum unterstellte der AfD rein taktisches Wahlkampf Agieren, um dabei zu unterstellen:

"Es ist erschreckend, wie infam und hinterfotzig die AfD im Landtagswahlkampf versucht, aus den Vorfällen bei ihrer eigenen Klientel Kapital zu schlagen, ohne die Ermittlungen abzuwarten."

Herrmanns Vorgesetzter, Markus Söder, verteidigte diese Wahrnehmung: "Joachim Hermann ist der Inbegriff an Seriosität". Medialen Darstellungen zufolge würden die finalen Ergebnisse von den "Blutproben und Kleidungstests" laut Polizeiangaben erst in einigen Tagen zur Verfügung stehen.

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