Deutschland

"Aktivisten" sabotieren Kabel bei Rammstein-Konzert in Berlin

Ein Auftritt der medial unter Druck geratenen Rockband Rammstein in Berlin wurde von der "Aktivistengruppe Peng!" sabotiert. Die selbsternannten "Aktivisten" bestätigten in einem Video, "ein bisschen am Tape über den Kabelkanälen rumgeknibbelt" zu haben.
"Aktivisten" sabotieren Kabel bei Rammstein-Konzert in BerlinQuelle: Legion-media.ru

Wie die Berliner Zeitung am Mittwoch berichtete, wurden beim zweiten von drei Konzerten der Band Rammstein im Berliner Olympiastadion am Wochenende zwei Menschen festgenommen. Sie sollen während des Konzerts Kabel sabotiert haben.

Die "Aktivisten" meldeten sich nach der Festnahme von Twitter zu Wort. Über ein Video des Konzerts schrieben sie:

"Eigentlich wollten wir wie 70.000 andere einfach nur #Rammstein genießen, einen mutmaßlichen Täter mit problematischen Texten bejubeln und uns von Schaum aus Penissen besprühen lassen. Dann haben wir nur ein gaaanz kleines bisschen am Tape über den Kabelkanälen rumgeknibbelt."

Laut der Berliner Polizei sollen sich drei Mitglieder einer "Aktivistengruppe Peng!" während des Konzerts an Kabelschächten zu schaffen gemacht haben, die zu Lautsprecherboxen an der Bühne führten. Ein 36-Jähriger und eine 24-Jährige wurden festgenommen. Eine dritte Frau blieb unerkannt.

Die Mitglieder von "Peng!" beschreiben sich auf ihrer Webseite als "ein explosives Gemisch aus Aktivismus, Hacking und Kunst im Kampf gegen die Brutalität unserer Zeit". Als ihre Mission geben sie vor, "dreckige Geschäfte" von Werbeagenturen, Konzernen und politischer Propaganda zu entlarven.

Die "Aktivisten" schreiben weiter auf Twitter, dass sie auch "das ein oder andere Banner gedroppt" und "ein paar Flyer geworfen und in die Klos gehängt" hätten. Sie seien "legal im Stadion gewesen" und hätten sich "nur mal umgesehen". Von der Polizei seien sie "unschuldig in Schmerzgriffen abgeführt" worden. Zudem soll ein Rammstein-Fan einem "Aktivisten" eine Rippe gebrochen haben.

"Peng!" kritisiert an Rammstein, dass die Band "auf der Bühne, in ihren Videos und Büchern laut und deutlich über sexualisierte Gewalt fantasiere, systematisch missbräuchliche Machtsysteme baue und Betroffene verhöhne". Und das nicht erst seit ein paar Tagen, "sondern seit Jahren".

Die "Aktivisten" rufen dazu auf, die "Fantasien" von Rammstein zu hinterfragen. Sie schreiben auf Twitter:

"Wie viele Personen braucht es, bis nicht mehr einer mächtigen, sondern vielen Stimmen geglaubt und zugehört wird?"

Die Betroffenen der Vorwürfe würden von Rammstein "mit enormen juristischen und finanziellen Mitteln gesilenced und eingeschüchtert".

Besonders schockiert habe die "Aktivisten", dass der Frontsänger Till Lindemann Songtexte geändert habe, wie in der Liedzeile "Und die Sänger vögeln nicht mehr", statt "Und die Vögel singen nicht mehr" wie im Originaltext des Lieds "Ohne Dich" heißt.

Hintergrund der Kritik an der Band sind unbewiesene Behauptungen mehrerer Frauen, dass sie sexuell genötigt worden wären. Die Band und der Sänger weisen die Vorwürfe zurück. Die Staatsanwaltschaft Berlin hatte ein Ermittlungsverfahren gegen Lindemann eingeleitet.

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