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Keine "Welle" in Sicht: Corona-Zahlen bleiben stabil

Keine "Welle" in Sicht: Corona-Zahlen bleiben stabil
Finden, dass Politik und Mainstream-Medien die Lage aufbauschen: Demonstranten gegen die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung (Archivbild)
Politik und Mainstream-Medien sprechen seit August von der "zweiten Welle". Doch in Deutschland scheint die Pandemie sich weiterhin gut zu verstecken. Angesichts des Widerspruchs zwischen Zahlen und veröffentlichter Meinung wächst der Unmut weiter.

Bereits seit August spricht die politisch-mediale Klasse nun schon von einem Wiederaufflammen der COVID-19-Pandemie, eine "zweite Welle" stehe bevor. Doch die Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) geben das gar nicht her. Zwar steigt die Zahl der positiv Getesteten, aber eben auch die Anzahl der Testungen. Von Relevanz wäre hier stattdessen der Blick auf die sogenannte "Positivenrate", also auf den Anteil der positiv Getesteten an der Gesamtzahl der Testungen.

Demnach lagen die wöchentlichen Durchschnittswerte der Positivenrate von der KW 23 bis zur KW 30 (also Juni und Juli) nahezu ausnahmslos zwischen 0,6 und 0,9 Prozent. Seit der KW 31 hat es tatsächlich einen Anstieg gegeben. Wobei "Anstieg" auch wiederum ein sehr relativer Begriff ist, denn die Positivenrate erreicht bis einschließlich der KW 38 nur Werte zwischen 0,9 und 1,2 Prozent. Genaugenommen fiel sie in den KW 35 und 36 (Ende August und Anfang September) jeweils sogar wieder auf rund 0,7 Prozent zurück.

Keine "Welle" in Sicht: Corona-Zahlen bleiben stabil

Ähnlich verhält es sich mit der Zahl der tatsächlich Erkrankten. Nach deutlich unter 500 Neuerkrankungen pro Tag im Juni und Juli durchbrach die Kennzahl Anfang August wieder die 1000er-Marke. Nach jetzigem Stand scheinen die Zahlen aber seit Mitte August nur noch leicht anzuwachsen und sich stattdessen eher im Bereich zwischen 1.500 und 2.000 als erkrankt Registrierte pro Tag zu stabilisieren.

Dies hatte im Frühjahr noch ganz anders ausgesehen. Damals war die Zahl der tatsächlich Erkrankten innerhalb von zwei Wochen auf über 5.000 pro Tag angestiegen – dann jedoch wieder schnell abgesunken. Ohnehin bewegen sich alle Zahlen auf so niedrigem Niveau, dass die Wahrscheinlichkeit, sich mit dem Coronavirus zu infizieren, als sehr gering angesehen werden muss. Zudem wird von den Mainstream-Medien in der Regel übersehen, die Genesenen miteinzubeziehen. Dies waren etwa am vergangenen Sonntag rund 1.100 Personen. Demgegenüber standen rund 1.400 "Neuinfektionen".

Keine "Welle" in Sicht: Corona-Zahlen bleiben stabil

Bei den sonstigen Viren gibt es übrigens ganz andere Positivenraten – etwa zuletzt bei Rhinoviren im Juli und August im Bereich von 60 – 70 Prozent. Zugegebenermaßen darf man diese nicht direkt mit den Positivraten bei Coronavirus-Testungen vergleichen, denn letztere erfolgen auf sehr viel breiterer Basis. Dennoch erscheint die Diskrepanz geradezu erschreckend. Es ist in diesem Zusammenhang seltsam, dass gerade diejenigen in Politik und Medien, die eine faktenbasierte Betrachtung einfordern, sich gegen eben jene am stärksten sträuben und auf markige Sprüche setzen.

Keine "Welle" in Sicht: Corona-Zahlen bleiben stabil

Erinnert sei an dieser Stelle noch einmal an den Berliner Innensenator Andreas Geisel, der die Großdemonstration in Berlin am liebsten verboten hätte. Man hätte sich "für das Leben entschieden", hieß es damals. Die Demonstration fand statt – allerdings nicht etwa, weil demokratisch gesinnte Politiker dies in einer Republik als selbstverständlich erachteten, sondern weil es Gerichte in letzter Sekunde doch noch so entschieden. "Superspreader-Effekte" gab es nach dieser Demonstration im Übrigen genauso wenig wie schon nach der ersten.

Die Widersprüche zwischen der Faktenlage und der vom Mainstream veröffentlichten Meinung sind jedenfalls eklatant. Das führt unweigerlich zu wachsendem Unmut. Auch wenn viele – das zeigen Umfragen – sich mit Meinungsäußerungen lieber zurückhalten, da sie fürchten, sonst in ihrem Umfeld an den Rand gedrängt zu werden. Zu der wachsenden Zahl derjenigen, denen all das auffällt, gehört auch der frühere ARD-"Fernsehpastor" Jürgen Fliege. Während einer Rede auf der Querdenken-Demonstration in München am 12. September hängte er sich ein Schild mit der Aufschrift "Ich bin ein Irrer" um den Hals und sagte:

Wir müssen etwas aushalten in diesen Tagen. Wir müssen aushalten, dass Freunde und Freundinnen, Kollegen und Kolleginnen, die Medien sowieso, uns für irre erklären. (…) Ich kann mir ein Bild erlauben von der Kirche aus höheren Etagen und von der ARD auf höheren Etagen. Ich kann Ihnen sagen, da wohnt kein Verschwörungstheoretiker, aber es ist unendlich viel Angst in den Etagen. Es ist ein Druck in den Etagen. Das glauben Sie nicht! (…) Was können wir tun, wenn wir beschimpft werden? Denn das Verspotten ist die erste Waffe, mit der man uns begegnet. (…) Die Wut, die euch entgegenschlägt, 'ihr seid Covidioten, ihr seid Nazis, ihr seid Irre etc., etc.' (…), die Wut entsteht im Bauch. (…) Und vom Bauch, wenn es nicht verarbeitet wird in Liebe, geht sie in Leber und Galle, und es wird Galle gespuckt. Aber Jesus sagt, wer uns richtet, muss mit diesem Bauchproblem fertigwerden, und das bedeutet: Er vergiftet sich selbst.

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