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Braunkohle-Proteste in NRW: Kohlebunker besetzt, Zugverkehr beeinträchtigt

Braunkohle-Proteste in NRW: Kohlebunker besetzt, Zugverkehr beeinträchtigt
Zusammenstöße zwischen Polizeibeamten und Klimaaktivisten bei einer Massenaktion zur Blockade des riesigen Kohletagebaus Garzweiler in Keyenberg am 26. September 2020
Nach Monaten der Unterbrechung durch die Corona-Maßnahmen wird im rheinischen Braunkohlerevier wieder demonstriert. Ein Großaufgebot der Polizei ist im Einsatz. Beim Zugverkehr in der Region ist mit Verspätungen zu rechnen.

Im rheinischen Braunkohlerevier ist es am Samstag immer wieder zu Besetzungen und Blockaden von Kohleanlagen gekommen. Demonstranten waren unter anderem in den Tagebau Garzweiler eingedrungen, wie die Polizei berichtete. Bei Aachen kletterten mehrere Menschen auf einen Kohlebunker des Braunkohlekraftwerks Weisweiler. Das Bündnis Ende Gelände, das die Aktionen organisierte, fordert den sofortigen Ausstieg aus der Nutzung von Kohle und Gas für die Stromerzeugung in Deutschland.

Die Protestaktionen hatten auch Auswirkungen auf den Zugverkehr in der Region. Regionalzüge und S-Bahnen seien wegen polizeilicher Ermittlungen umgeleitet worden oder ganz ausgefallen, teilte die Deutsche Bahn über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Die Polizei kündigte an, es könne im Zugverkehr "kurzfristig zu weiteren Sperrungen und Maßnahmen kommen".

Eine Sprecherin des Aktionsbündnisses Ende Gelände warf der Polizei vor, sie habe Züge gestoppt, um die Anreise von Aktivisten zu angemeldeten Versammlungen zu erschweren. Bei der Aachener Polizei hieß es, die Sperren an einzelnen Bahnhöfen seien "taktische Maßnahmen", mit denen das Eindringen weiterer Personen in den Tagebau verhindert werden solle.

Das Aktionsbündnis Ende Gelände kündigte an, dass sich im Laufe des Tages etwa 3.000 Teilnehmer an Blockadeaktionen beteiligen sollten. Sie näherten sich in mehreren Gruppen dem Tagebau. Die Polizei hat ein Großaufgebot im Einsatz. Der Aachener Polizeipräsident Dirk Weinspach hatte ein konsequentes Einschreiten bei gewalttätigen und rechtswidrigen Aktionen angekündigt.

Medien gegenüber berichteten Aktivisten von Polizeigewalt gegen Teilnehmer der Protestaktionen. So hätten in Köln-Ehrendorf behelmte Einsatzkräfte mit Schlagstöcken einen Zug betreten und auf die Aktivisten eingeschlagen.

Die Proteste richten sich diesmal nicht nur gegen die Braunkohle. Auch vor einem Gaskraftwerk in Düsseldorf zogen etwa 150 Demonstranten auf, wie die Polizei bestätigte. Gas sei ebenfalls "extrem klimaschädlich", sagte eine Sprecherin von Ende Gelände. Deshalb müsse sofort aus allen fossilen Energien ausgestiegen werden.

Für den Mittag hatten die Initiative "Alle Dörfer bleiben" und die Bewegung Fridays for Future am Tagebau Garzweiler II zu einer Demonstration aufgerufen. RWE will im Zuge des weiteren Kohleabbaus die Bewohner von fünf Dörfern umsiedeln und die Ortschaften abbaggern.

Am Freitag waren in Deutschland auf Aufruf von Fridays for Future bereits Zehntausende Menschen für Klimaschutz auf die Straße gegangen. Weltweit forderten die Demonstranten, den Ausstieg aus der Nutzung von Kohle und Öl zu beschleunigen, um die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen – dafür wäre aus Sicht von Wissenschaftlern ein radikales Umsteuern zwingend notwendig.

Mehr zum Thema - "Extinction Rebellion"-Aktivisten besetzen Kohlebagger im Tagebau Garzweiler

(rt/dpa)

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