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Im Schatten der Corona-Krise: China auf dem Weg zu Deutschlands wichtigstem Exportziel

Im Schatten der Corona-Krise: China auf dem Weg zu Deutschlands wichtigstem Exportziel
Das chinesische Containerschiff "COSCO Shipping Aries" an einem Verladeterminal im Hamburger Hafen
Die Corona-Krise beschleunigte laut dem Institut der deutschen Wirtschaft einen Prozess, der bereits im Gange war: China könnte schon bald zum wichtigsten Exportziel Deutschlands werden und die Vereinigten Staaten und Frankreich überholen.

Ein neuer Bericht des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt, dass sich die Marktsituation in Deutschlands Exportzielländern weiter verschlechtert, da die Corona-Krise den Welthandel stark beeinträchtigt.

Gleichzeitig "schaut die chinesische Wirtschaft bereits mit verhaltenem Optimismus nach vorn", schreibt Galina Kolev, Senior Economist und Leiterin der Forschungsgruppe Gesamtwirtschaftliche Analysen und Konjunktur am IW.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gingen die deutschen Exporte nach China im Mai "vergleichsweise moderat" um 12,3 Prozent auf 7,2 Milliarden Euro zurück. Gleichzeitig sanken die Ausfuhren in die Vereinigten Staaten um 36,5 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro.

Draußen knallte es, drinnen machte man auf heile Welt: Bundeskanzlerin Angela Merkel begrüßt den chinesischen Präsidenten Xi Jinping zu Beginn des G20-Gipfels am 7. Juli 2017 in Hamburg.

Die weltweit unterschiedlichen Auswirkungen der Corona-Krise werden laut dem IW die "relative Bedeutung" der Länder für die deutsche Wirtschaft im Jahr 2020 verändern. Kolev stellte fest, dass der Aufstieg Chinas zum Exportzielland Nummer eins von "besonderer symbolischer Bedeutung" sei.

Statistiken zeigen, dass China 2019 mit Exportgütern im Wert von 96 Milliarden Euro der drittwichtigste Kunde Deutschlands war (nach den Vereinigten Staaten und Frankreich).

Der Exportabstand zwischen China und den größten Exportzielländern Deutschlands verringerte sich in den ersten fünf Monaten des Jahres "erheblich". Da die offiziellen Daten für Juni noch nicht veröffentlicht wurden, geht Kolev davon aus, dass China Frankreich bereits im Juni als zweitgrößter Exportmarkt Deutschlands abgelöst hat.

Die aktuelle Corona-Krise habe "einen Prozess beschleunigt, der bereits seit mehreren Jahrzehnten im Gang ist". Das Wachstum der chinesischen Wirtschaft, das sich bereits verlangsamt habe, aber im internationalen Vergleich immer noch relativ hoch sei, habe China zu einem "attraktiven Exportmarkt" gemacht, so Kolev.

Chinas Zolldaten zeigen, dass die Exporte und Importe des Landes im Juni deutlich zunahmen. Die Importe stiegen gegenüber dem Vorjahr um 2,7 Prozent und werden nach den Erwartungen der Experten weiter wachsen.

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