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Mecklenburg-Vorpommern atmet durch: Maskenpflicht im Einzelhandel wackelt – auch andernorts

Mecklenburg-Vorpommern atmet durch: Maskenpflicht im Einzelhandel wackelt – auch andernorts
Einkaufen mit Gesichtsmaske: Ein neuer Alltag an den sich viele Menschen nicht gewöhnen mögen. (Symbolbild)
Viele Menschen wollen sich nicht an die "neue Normalität" gewöhnen. In Mecklenburg-Vorpommern wird nun erwogen, die Maskenpflicht im Einzelhandel ad acta zu legen. Weitere Bundesländer erwägen nachzuziehen. Gesundheitsminister Spahn kritisiert derweil den Vorstoß.

Nicht alle Bundesländer waren gleichstark von der Ausbreitung des Coronavirus betroffen. Mehrere Bundesländer erwägen daher eine Abschaffung der Maskenpflicht im Handel.

Wenn das Infektionsgeschehen so gering bleibt, sehe ich keinen Grund, länger an der Maskenpflicht im Handel festzuhalten", sagte beispielsweise Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe von der CDU gegenüber der Welt am Sonntag.

Informationsaushang am Jobcenter im niedersächsischen Lehrte, 30. März 2020

Von heute auf morgen, wird dies jedoch ohnehin nicht vonstattengehen. Er gehe davon aus, dass das Kabinett in Schwerin am 4. August das Ende der Maskenpflicht im Einzelhandel beschließen werde, so Glawe weiter.

Ich kann die Ungeduld des Handels sehr gut nachvollziehen, die Maskenpflicht abzuschaffen", ergänzte der CDU-Politiker.

Das Aus für die Maskenpflicht bedeute demnach aber nicht die Lockerung der Abstandsregeln. Diese werde man grundsätzlich beibehalten.

Glawe kündigte auch Gespräche mit seinen Kollegen in Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein an. "Wir versuchen, für alle norddeutschen Bundesländer eine einheitliche Regelung hinzubekommen. Noch lieber wäre mir ein bundesweites Ende der Maskenpflicht im Handel", erklärte er.

Mecklenburg-Vorpommern hat die niedrigsten Infektionszahlen mit dem neuartigen Coronavirus bundesweit. Aktuell prüft auch Sachsen eine Abschaffung der Maskenpflicht.

Wir schauen uns gerade an, ob wir beim Einkaufen auf die Maskenpflicht verzichten können", sagte Sozialministerin Petra Köpping von der SPD der Welt am Sonntag.

In Niedersachsen plädiert CDU-Wirtschaftsminister Bernd Althusmann ebenfalls dafür, und auch Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) kann sich laut der Zeitung mittelfristig eine Änderung vorstellen. Bremen will das Thema im Senat diskutieren, hieß es.

Am Dienstag hatte die Regierung in Mecklenburg-Vorpommern beschlossen, dass sich die Menschen im Nordosten in Kürze wieder in unbegrenzter Zahl im öffentlichen Raum treffen können. Die Obergrenze von zehn Personen laufe am 10. Juli aus und werde nicht verlängert, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD).

Allerdings bleibe das Abstandsgebot zu Personen bestehen, die nicht zur eigenen Familie oder zum eigenen Haushalt gehören. Ebenso bleibe die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr, beim Einkaufen oder beim Arztbesuch bestehen.

Derweil sind nicht alle Spitzenpolitiker vom Vorstoß Glawes in Sachen Abschaffung der Maskenpflicht überzeugt. So mahnte etwa Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zur Vorsicht. So verstehe er zwar "die Ungeduld und den Wunsch nach Normalität", das Coronavirus sei allerdings "noch da". Wo in geschlossenen Räumen der nötige Abstand nicht immer gesichert sei, bleibe die Alltagsmaske geboten, so Spahn.

SPD-Parteichef Norbert Walter-Borjans kann sich ebenfalls nicht mit einer Abschaffung der Maskenpflicht anfreunden und plädiert für deren Beibehaltung. Wenn alle Bürger in den Geschäften einen Atemschutz tragen würden, hätten "wir einen großen Teil von Infektionsmöglichkeiten eingedämmt", zeigte sich Borjans überzeugt.

Derweil begrüßt der nach wie vor unter den Auswirkungen der Coronakrise leidende Einzelhandel den Vorstoß Glawes. Der Chef des Handelsverbands Nord in Mecklenburg-Vorpommern, Kay-Uwe Teetz, erklärte im Interview mit NDR 1 Radio MV, er freue sich, dass die Regierung Mecklenburg Vorpommerns offen dafür sei, "wieder ein Stück Verantwortung an die Bürger abzugeben". Deren Kaufverhalten habe sich in den vergangenen Monaten ohnehin bereits radikal verändert.

Es gab eigentlich nur noch Zielkäufe, keine Lust- und Bummelkäufe mehr", erklärte Teetz.

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