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Scholz will Familienbonus von 300 Euro pro Kind

Scholz will Familienbonus von 300 Euro pro Kind
(Symbolbild). Ein Kind schläft während der Trachten- und Schützenparade am zweiten Tag des 185. Oktoberfests in München am 23. September 2018.
Finanzminister Olaf Scholz (SPD) will die Kaufkraft nach der Corona-Krise einem Bericht zufolge mit einem einmaligen Familienbonus von 300 Euro stärken. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) fordert sogar eine höhere einmalige Zahlung.

Eltern sollten für jedes Kind einmalig 300 Euro bekommen, berichtete der Spiegel am Freitag über Pläne aus dem Finanzministerium. Die Maßnahme könne den Bund zwischen fünf und sechs Milliarden Euro kosten und Teil des für Juni geplanten Konjunkturpakets sein.

Außerdem sollten Gastwirte und Künstler einen Ausgleich für entgangenes Einkommen bekommen – gemessen am Durchschnittsverdienst der vergangenen Jahre. Für Unternehmen plant Scholz laut Spiegel Erleichterungen bei Abschreibungen oder Investitionszulagen. Das Konjunkturpaket werde bis zu 150 Milliarden Euro umfassen.

Zwei Mütter schaukeln ihre Kinder auf einem Spielplatz. Wegen des Coronavirus bieten die Kindertagesstätten seit Wochen nur noch Notbetreuung an. Das stellt Millionen von Eltern vor große Herausforderungen.

Das Finanzministerium kommentierte den Bericht zunächst nicht. Am Donnerstag hatte Scholz in einer Videobotschaft pauschal die Unterstützung für Familien, Arbeitnehmer und Branchen wie Kultur, Schausteller, Gaststätten, Hotels oder Reisebüros in Aussicht gestellt. Das Konjunkturprogramm solle dafür sorgen, "dass die Einkommen der Bürgerinnen und Bürger stabilisiert werden, ganz besonders die der Familien, die es jetzt besonders schwer haben".

Nach Ansicht der NRW-Landesregierung sollten Familien einen Bonus von 600 Euro pro Kind bekommen. Das Kindergeld solle damit einmalig aufgestockt werden, schlugen Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) am Freitag in Düsseldorf vor. Ein solcher Bonus sei ein schnell wirksames Mittel, das die Kaufkraft stärke und dem Einzelhandel zusätzliche Nachfrage bringe. Der Bund müsse schnell einen entsprechenden Vortrag unterbreiten. Als Land sei man bereit, die Mittel mit einem eigenen Landesprogramm zu ergänzen.

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