"Es werden Korane verbrannt": Arsenal distanziert sich von Özils Tweet zu China und Uiguren

Der deutsche Ex-Nationalspieler Mesut Özil sorgt wieder einmal für Schlagzeilen abseits des Rasens. Dieses Mal geht es nicht – wie kurz vor der Weltmeisterschaft 2018 – um ein Foto mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan, sondern um einen Tweet auf Twitter. Der 31-Jährige schilderte auf seinem Profil, wie die muslimische Minderheit der Uiguren in China unterdrückt wird. In seiner Nachricht vom 13. Dezember steht in Türkisch etwa:
Es werden Korane verbrannt, Moscheen geschlossen, islamische Schulen verboten, Religionsgelehrte nacheinander getötet.
Weiter im Text prangert er das "Schweigen der muslimischen Brüder" und deren Medien an: "Aber die Muslime schweigen." Und: "Wissen sie nicht, dass die Zustimmung zur Verfolgung die Verfolgung selbst ist?"
#HayırlıCumalarDoğuTürkistan 🙏🏼 pic.twitter.com/dJgeK4KSIk
— Mesut Özil (@MesutOzil1088) 13. Dezember 2019
Here's the translation: pic.twitter.com/MkyMwz4J8F
— IlmFeed (@IlmFeed) 13. Dezember 2019
Özils Verein distanzierte sich inzwischen von dem Tweet. In einem offiziellen Statement gab Arsenal bekannt: "Die Inhalte sind Özils persönliche Meinung. Als Fußballklub hat sich Arsenal immer an den Grundsatz gehalten, sich nicht politisch zu engagieren."
Die muslimische Minderheit der Uiguren lebt im Nordwesten Chinas, in der Provinz Xinjiang, und ist ethnisch mit den Türken verwandt.
Mehr zum Thema - Pekings angebliches Gulagarchipel: Hintergründe der antichinesischen Medienkampagne
Liebe Leser und Kommentatoren,
wir schätzen die Möglichkeit sehr, Ihnen mit der Kommentarfunktion eine Plattform zum gegenseitigen Austausch bieten zu können. Leider müssen wir diese Möglichkeit vorübergehend einschränken, bis effektive Mittel und Wege gefunden sind sicherzustellen, dass dieses Kommunikationsmittel nicht missbraucht wird.
Das Kommentieren auf unserer Website soll für alle so sicher und so wenig einschränkend wie möglich sein, bei alledem jedoch Hass, Hetze und Beleidigungen konsequent ausschließen.
Ihr RT DE-Team