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"WhatsApp ist ein Trojanisches Pferd" – Schwere Vorwürfe gegen Facebook-Tochter

"WhatsApp ist ein Trojanisches Pferd" – Schwere Vorwürfe gegen Facebook-Tochter
"WhatsApp ist Trojanisches Pferd": Überwachungsvorwürfe gegen Facebook-Tochtergesellschaft
WhatsApp spioniert in den Daten seiner Nutzer und bietet Hackern Hintertüren, so Pawel Durow, Gründer des Messaging-Dienstes Telegram. Sein Rat: die App von Mobilgeräten löschen – es sei denn die Nutzer wollen, dass ihre Fotos und Nachrichten öffentlich werden.

WhatsApp ist, mit 1,5 Milliarden aktiven Nutzern monatlich, der größte Messaging-Dienst der Welt. Im Jahr 2014 wurde er eine Tochtergesellschaft von Facebook.

Der IT-Experte und Telegram-Gründer Pawel Durow kritisierte WhatsApp, einen seiner größten Konkurrenten, am Mittwoch in einem längeren Post auf seinem Kanal:

Ungeachtet der zugrunde liegenden Absichten der Muttergesellschaft von WhatsApp, der Ratschlag für seine Endnutzer bleibt derselbe: Sofern ihr nicht wollt, dass all eure Fotos und Nachrichten eines Tage öffentlich werden, solltet ihr WhatsApp von eurem Handy löschen.

Der russischstämmige IT-Unternehmer legte nach und listete die jüngsten Fälle von Verletzungen der Privatsphäre durch Facebook auf.

WhatsApp scheitert darin, eure WhatsApp-Nachrichten zu sichern. Mehr noch: diese App wird kontinuierlich als ein Trojanisches Pferd benutzt, um in euren nicht zu WhatsApp gehörenden Fotos und Nachrichten herumzuspionieren. Warum tun sie das? Facebook war ein Bestandteil von Überwachungsprogrammen, noch bevor es WhatsApp kaufte.

In seiner Kritik gegen den Messenger sprach Durow auch von einer kürzlich entdeckten Sicherheitslücke bei WhatsApp, die es Hackern ermöglicht, eine speziell gestaltete MP3-Datei an Android- und iOS-Nutzer zu senden. Der IT-Experte erklärte die Situation so:

Alles, was ein Hacker zu tun brauchte, war, euch ein Video zu senden – und all eure Daten waren dem Angreifer ausgeliefert.

Facebook informierte WhatsApp-Nutzer über die Sicherheitslücke, versuchte jedoch, den Vorfall herunterzuspielen und erklärte, es gebe keine Beweise dafür, dass die Hintertür tatsächlich von Hackern genutzt wurde. Durow konterte:

Eine Sicherheitslücke solchen Ausmaßes ist zweifellos ausgenutzt worden. So wie die vorherige WhatsApp-Hintertür gegen Menschenrechtsaktivisten und Journalisten verwendet wurde, die naiv genug waren, WhatsApp-Nutzer zu sein.

Da WhatsApp keine Videodateien auf seinen Servern speichert, und stattdessen Medien und Nachrichten direkt an die Server von Google und Apple sendet, hat Facebook seine Hände weißgewaschen, sagte Durow.

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