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Ist jetzt SpongeBob dran? Wissenschaftlerin hält Zeichentrickfigur für "rassistischen Kolonisierer"

Ist jetzt SpongeBob dran? Wissenschaftlerin hält Zeichentrickfigur für "rassistischen Kolonisierer"
Kolonialist und Rassist? SpongeBob mit seinem besten Freund, dem Seestern Patrick
Ist die Zeichentrickfigur SpongeBob ein rassistischer Kolonisierer? Das jedenfalls behauptet eine Wissenschaftlerin aus den USA. Mit dem Schauplatz der Serie sei das Bikini-Atoll gemeint, SpongeBob setzte dessen Besatzung und die Ausgrenzung der Ureinwohner fort.

SpongeBob Schwammkopf ist eine Zeichentrickfigur, die seit über zwei Jahrzehnten von Kindern in allen Teilen der Welt geliebt wird. SpongeBob ist ein Schwamm, der auf dem Meeresgrund in der Stadt Bikini Bottom lebt und dort mit seinen Freunden allerlei Abenteuer erlebt. 

In einem wissenschaftlichen Aufsatz in der Fachzeitschrift The Contemporary Pacific: A Journal of Island Affairs vertrat die Wissenschaftlerin Holly Barker nun die Auffassung, SpongeBob sei "gewalttätig", "heimtückisch" und "rassistisch". Die Anthropologieprofessorin der University of Washington in Seattle schrieb in ihrem Aufsatz wörtlich:

SpongeBob Schwammkopf und seine Freunde spielen eine Rolle bei der Normalisierung der Siedler-Kolonialherrschaft in indigenen Ländern, mit der die Menschen vom Bikini-Atoll aus ihrer nicht-fiktiven Heimat vertrieben wurden.

Feuerwehrmann Sam ist im Hafenstädtchen Pontypandy mit seinem Team stets im Einsatz.

Barkers Argumentation fußt auf der Annahme, dass es sich bei Bikini Bottom um eine fiktive Version des Bikini-Atolls im Pazifik handelt. Dort wurden in der Nachkriegszeit US-amerikanische Atomwaffen getestet; die Einwohner wurden zwangsumgesiedelt. Dass SpongeBobs Heimat Bikini Bottom heißt, bezeichnet die Professorin als "symbolische Gewalt". Die Zeichentrickserie setze die schlechten Traditionen des US-amerikanischen Hegemons fort:

Obwohl die US-Regierung die Menschen von Bikini von der Oberfläche des Atolls entfernte, gibt dies weder SpongeBob noch sonst jemandem, ob fiktiv oder nicht, das Recht zur Besetzung von Bikini …

SpongeBobs Präsenz in Bikini Bottom setzt die gewalttätige und rassistische Vertreibung indigener Völker von ihrem Land fort (…), mit der die US-Hegemonialmacht in der Nachkriegszeit ihre militärischen und kolonialen Interessen beförderte.

Auch die Titelmusik der Serie kritisiert die Wissenschaftlerin:

In der ersten Strophe des Liedes sollen Kinder erkennen, wer im Haus wohnt. Die Reaktion der Kinder, die im Laufe des Liedes wiederholt wird, bestätigt, dass das Haus und Bikini Bottom die Domäne von SpongeBob darstellen.

Durch Mitsingen beteilige man sich unwissentlich an der Ausgrenzung der Menschen von Bikini. Damit nicht genug. Barker unterstellt der Sendung auch Frauenfeindlichkeit. Alle Hauptfiguren seien männlich, mit Ausnahme des Eichhörnchens Sandy Cheeks. Auch SpongeBobs Name sei problematisch:

Der Name 'Bob' steht für den durchschnittlichen Mann, einen gewöhnlichen amerikanischen Mann, ähnlich wie ein 'Joe'. (…) Unser Blick auf die Welt von Bikini Bottom und auf die Oberfläche von Bikini wird durch die Aktivitäten von Männern gefiltert.

In den sozialen Netzwerken stießen die Ausführungen der Professorin, die durch einen Artikel auf der Seite Campus Reform bekannt wurden, auf wenig Verständnis und viel Spott.

"Endlich wird der groteske Rassismus (…) eines Zeichentrickschwamms thematisiert", schrieb eine Nutzerin auf Twitter. Ein anderer schrieb: "Was kommt als Nächstes? Thomas, die kleine Lokomotive als Nazi-Propaganda?" Eine weitere Nutzerin meinte: "Jetzt ist SpongeBob dran. Diese Leute machen vor nichts halt."

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