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Miniröcke und Kissen mit KZ-Motiven: Onlinehändler in Erklärungsnot wegen Auschwitz-Modewaren

Miniröcke und Kissen mit KZ-Motiven: Onlinehändler in Erklärungsnot wegen Auschwitz-Modewaren
Miniröcke und Kissen mit KZ-Motiven: Onlinehändler in Erklärungsnot wegen Auschwitz-Modewaren
Der globale Online-Marktplatz Redbubble wurde wegen einer makabren Mode-Produktlinie mit Motiven aus dem KZ Auschwitz in die Enge getrieben. Die Gedenkstätte Ausschwitz übte harsche Kritik und erwirkte so, dass der Online-Händler die Artikel aus dem Sortiment nahm.

Die Plattform, die ihrer Selbstbeschreibung nach "einzigartige Produkte, entworfen von unabhängigen Künstlern" vertreibt, offerierte ihren Kunden unter anderem einen Minirock mit dem Abbild eines Krematoriums im Vernichtungslager, eine Tragetasche mit dem Print eines Warnschilds "Vorsicht: Hochspannung, Lebensgefahr" und ein Sofakissen mit dem Foto der Bahngleise zum KZ. Die polnische Gedenkstätte ließ Empörung laut werden und brandmarkte im Twitter-Profil die Design-Auswahl als "bestürzend und respektlos".  

Sind Sie wirklich der Meinung, dass der Verkauf solcher Artikel wie Kissen, Miniröcke und Tragetaschen mit Bildern von Auschwitz – dem Ort der kolossalen menschlichen Tragödie, an dem mehr als 1,1 Millionen Menschen ermordet wurden – akzeptabel ist?" schrieb die Gedenkstätte Auschwitz.

In einem zeitnahen Feedback bedankte sich Redbubble für die Benachrichtigung über die verstörenden Waren und bestätigte, dass diese nicht im Einklang mit den internen Richtlinien des Unternehmens stünden. Zudem betonte das Netzwerk, als ein Online-Marktplatz keine Verantwortung für die Bilder der Waren zu tragen, und lastete diese den Nutzern an, die die Fotos auf die Webseite hochladen.

Nachdem die anstößigen Produkte von der Webseite entfernt waren, machte die Gedenkstätte Auschwitz Redbubble noch auf einen weiteren Artikel aufmerksam, der gegenüber den Holocaust-Opfern beleidigend erscheinen kann. Dabei handelt es sich um ein T-Shirt mit einem bärtigen Mann samt Zylinder und dem Titel "Dr. Holocaust will, dass du dir einen Bart stehen lässt". Auf ihre neuerliche Beschwerde erhielt die Gedenkstätte bisher keine Antwort.

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