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Studie: Schwarze Menschen haben "doppeltes Coronavirus-Infektionsrisiko"

Studie: Schwarze Menschen haben "doppeltes Coronavirus-Infektionsrisiko"
Ein junges Mädchen mit einer Schutzmaske. (Symbolbild)
Laut einer Studie erkranken schwarze Menschen doppelt so häufig am Coronavirus wie weiße Menschen. Asiaten dagegen werden 1,5-mal häufiger infiziert als weiße Menschen. Den Schlussfolgerungen der Studie liegen Untersuchungen von 18 Millionen Menschen zugrunde.

Forscher der Universitäten Leicester und Nottingham sind zu dem Schluss gekommen, dass schwarze Menschen ein doppeltes Infektionsrisiko im Vergleich zu weißen Menschen hätten, während Asiaten 1,5-mal häufiger infiziert würden als weiße Menschen. Dabei vermuten die Wissenschaftler, dass Asiaten bei der Coronavirus-Infektion viel öfter eine Intensivpflege benötigten. Um diese Tatsache festzustellen, ermittelten die Experten wissenschaftliche Daten aus acht britischen und 42 US-amerikanischen Studien.  

Die in EClinicalMedicine veröffentlichten Schlussfolgerungen der Forscher aus den Universitäten Leicester und Nottingham bekräftigten die Ergebnisse anderer Studien. Die Forscher behaupten, ihre Daten seien von "dringender Bedeutung für die öffentliche Gesundheit" und werfen Fragen auf, wie der Impfstoff innerhalb von Risikogruppen aufgeteilt werden soll. Unterdessen verlautete der leitende Forscher Dr. Manish Pareek jedoch, es gebe kaum Anhaltspunkte dafür, dass die Infektionsrisiken durch genetische Faktoren bedingt seien. Er fügte hinzu, dass Menschen, die ethnischen Minderheiten angehören, öfter an vorderster Linie arbeiten und in großen Haushalten zusammen mit mehreren Generationen leben. Die Forscherin Dr. Shirley Sze ist überzeugt:

Wir müssen daran arbeiten, die Anfälligkeit für das Virus in diesen Risikogruppen zu minimieren, indem wir ihnen den rechtzeitigen Zugang zu Gesundheitsressourcen erleichtern und die sozialen und strukturellen Unterschiede beseitigen, die zu gesundheitlichen Ungleichheiten beitragen.

Die Wissenschaftler betonen, dass "Rassismus und strukturelle Diskriminierung auch zu einem erhöhten Risiko schlechterer klinischer Folgen in ethnischen Minderheitengemeinschaften beitragen können".

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