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USA: Frau wird nach Veröffentlichung von Drohvideo gegen Anhänger von "All Lives Matter" gefeuert

USA: Frau wird nach Veröffentlichung von Drohvideo gegen Anhänger von "All Lives Matter" gefeuert
Nach Veröffentlichung von Drohvideo gegen Anhänger von "All Lives Matter" gefeuert (Stillbild aus TikTok-Video von Claira Janover, in welchem sie sich über die Konsequenzen ihres Videos gegen "All Lives Matter" beklagt)
Eine Harvard-Absolventin wurde nach eigener Angabe entlassen, weil sie ein inzwischen virales TikTok-Video veröffentlicht hatte. In diesem schwor sie, jeden anzugreifen, der die "Black Lives Matter"-Bewegung nicht unterstützt. Das Internet zeigt sich gespalten.

Teilnehmer einer Kundgebung gegen Rassismus und Polizeigewalt, die am 6. Juni 2020 auf dem Alexanderplatz in Berlin stattfand: Anlass der Proteste war der Tod des Afroamerikaners George Floyd im Zuge eines brutalen Polizeieinsatzes in den USA.

Claira Janover wurde in englischsprachigen Ländern über Nacht zur Sensation: Mehrere Nachrichtensender wurden auf ein Video aufmerksam, in dem sie drohte, jeden tätlich anzugreifen, der "privilegiert" genug sei, zu glauben, dass "Alle Leben zählen" (All lives matter). Als Reaktion auf das Motto "Black Lives Matter" (Schwarze Leben zählen) drückt dieser neuere Slogan im englischsprachigen Raum eine wie auch immer motivierte Weigerung aus, Menschen irgendeiner Hautfarbe bei einem gemeinsamen Kampf gegen Unrecht als einen Sonderfall zu betrachten.

Im Clip, den sie auf der Videoplattform TikTok veröffentlichte, erklärte Janover wörtlich:

Die nächste Person, die den schieren Nerv hat, zu sagen 'Alle Leben zählen': Ich stech dich ab. Ich stech dich ab – und während du in der Agonie verblutest, zeige ich dir einen Schnitt an meinem Finger, den ich mir mit einem scharfen Stück Papier zugezogen habe, und sage: 'Mein Papierschnitt zählt auch!'

Das Video löste in den sozialen Medien ein wahres Pandämonium aus – und stellte laut Janover ihr Leben auf den Kopf. In einer weiteren Videonachricht gab die Harvard-Absolventin bekannt, sie sei von Deloitte, einer internationalen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, wegen der Messerdrohung gefeuert worden. Sie behauptete, die Drohung sei nicht wörtlich gemeint, sondern eher ein "analoger Witz" gewesen.

Unter Tränen erklärte Janover, sie habe "wirklich hart gearbeitet", um eine Stelle bei Deloitte zu bekommen, und beklagte sich darüber, dass ihr Vertrag gekündigt worden sei – obwohl Deloitte doch behaupte, "gegen systemischen Rassismus zu stehen".

Symptom statt Krankheit – Trump als Feuerteufel im

Die Geschichte geht noch weiter. Es scheint, als habe die junge Frau mit der Formulierung ihres angeblichen Scherzes ganz nebenbei die Büchse der Pandora geöffnet. Angeblich seien infolge des ersten Videos Mord- und Vergewaltigungsdrohungen bei ihr eingegangen. Deren Urheberschaft vermutet die US-Amerikanerin aus nicht näher erkennbaren Gründen bei den vermeintlich ohne jeden Zweifel von Grund auf rassistischen Unterstützern des derzeitigen US-Präsidenten Donald Trump. Diese Behauptung stimmte einige Nutzer sozialer Netzwerke gleichzeitig stutzig und schadenfroh:

Schon lustig, dass sie glaubt, dass die Trump-Anhänger ihr das angetan haben – als hätten sie bei Deloitte angerufen und gesagt: 'Feuert sie!' Du hast dir das schon selbst angetan, Schätzchen.

Janovers Entlassung ist ungewöhnlich, da sie einen seltenen Fall einer Art "umgekehrter Cancel Culture" darstellt. Von "Cancel Culture" spricht man typischerweise dann, wenn Aktivisten soziale Medien gegen jeden nutzen, den sie politisch inkorrekter Ansichten verdächtigen. Dies hat häufig ernst zu nehmende Konsequenzen für die jeweilige Zielperson solcher Angriffe:

So trat vergangenen Monat der Vorsitzende des Gouverneursrates der Universität von Britisch-Kolumbien zurück, nachdem eine Studentengruppe bekannt gegeben hatte, er habe Nachrichten von Donald Trump und BLM-kritische Botschaften retweetet. Ähnliche Kampagnen zwangen bereits in Vergangenheit eine Vielzahl von Prominenten und Amtsträgern zu öffentlichen Entschuldigungen und Rücktritten.

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