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"Soll ich ihm den George Bush machen?" – Demonstranten stören Emmanuel Macron beim Theaterbesuch

"Soll ich ihm den George Bush machen?" – Demonstranten stören Emmanuel Macron beim Theaterbesuch
Demonstranten vor dem Theater in Paris am Freitagabend
Der französische Präsident wollte sich am Freitag einen entspannten Abend im Theater gönnen. Doch daraus wurde nichts. Ein Journalist machte seine Anwesenheit publik. Daraufhin versuchte eine Gruppe von Demonstranten, das Gebäude zu stürmen.

Der französische Präsident Emmanuel Macron wurde am Freitagabend bei einem privaten Theaterbesuch von mehreren Dutzend Demonstranten gestört. Videos in den sozialen Netzwerken zeigen, wie die Protestierenden versuchen, in das Théâtre des Bouffes du Nord einzudringen, und von Polizisten daran gehindert werden.

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Die Demonstranten sangen dabei:

Wir sind da, auch wenn Macron uns nicht will, wir sind da!

Und:

Macron, tritt zurück!

Der Élysée-Palast bestätigte, dass Macron und seine Frau Brigitte sich dort gemeinsam eine Vorstellung des Stückes "Die Fliege" ansahen. Drei Reihen hinter dem Präsidenten saß der Journalist Taha Bouhafs. Er verbreitete die Nachricht von der Anwesenheit des Präsidenten über Twitter und forderte Aktivisten auf, sich zu versammeln. Bouhafs schrieb:

Ich bin derzeit im Theater Bouffes du Nord (Metro La Chapelle), drei Reihen hinter dem Präsidenten der Republik.

Der Journalist rief Aktivisten in der Umgebung auf, sich zu versammeln:

Es braut sich etwas zusammen. (...) Der Abend kann stürmisch werden.

Gegen 22 Uhr versammelten sich laut Medienberichten zahlreiche Menschen vor dem Theater und protestierten etwa lautstark gegen die geplante Rentenreform.

Macron wurde für einige Zeit aus dem Theatersaal geführt, konnte sich die Vorstellung dann aber zu Ende ansehen. In Anspielung auf den irakischen Journalisten, der im Jahr 2008 den damaligen US-amerikanischen Präsidenten als Zeichen seiner Verachtung mit seinen Schuhen bewarf, fragte Bouhafs auf Twitter:

Soll ich ihm mit meiner Air Force One den George Bush machen?

Kurz darauf schrieb er:

Ich mache Witze über George Bush, und die Sicherheitsleute gucken mich komisch an.

Kurz darauf wurde der Journalist in Gewahrsam genommen und auf eine Polizeistation gebracht. Auf Twitter hat er bis zum Samstagnachmittag nicht mehr gepostet. Aus dem Umfeld des Präsidenten hieß es, dieser werde auch weiterhin wie üblich Theatervorstellungen besuchen.

Beim Verlassen des Theaters musste Macron von einem massiven Polizeiaufgebot beschützt werden. Frankreich wird seit Monaten von massiven Protesten und Streiks erschüttert, die sich gegen die vom Präsidenten geplante Reform des Rentensystems richten.

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